Arbeit und Soziales/Antwort

nachgefragt-im-bundestagBerlin – (hib/CHE) Im April 2014 arbeiteten 21,4 Prozent der Beschäftigten in Deutschland zu Niedriglöhnen. Das geht aus der Antwort der Bundesregierung (18/10582) auf eine Kleine Anfrage (18/10369) der Fraktion Die Linke hervor. Einen deutlichen Unterschied gab es demnach zwischen Ost- und Westdeutschland. Während im Westen 19,3 Prozent der Beschäftigten (ohne Auszubildende) einen Niedriglohn erhielten, waren es im Osten 34,5 Prozent. Die Niedriglohnschwelle lag 2014 bei einem Bruttolohn von 10 Euro pro Stunde. Der für Vollzeitbeschäftigte errechnete Bruttomonatslohn lag bei 1.993 Euro.

Ob jemand einen Niedriglohn erhält, hängt stark von seiner beruflichen Qualifikation ab. So geht aus der Antwort hervor, dass 46,4 Prozent der Beschäftigten mit Niedriglohn keine Berufsausbildung hatten. 20,9 Prozent hatten eine anerkannte Berufsausbildung und nur 4,5 Prozent einen Hochschulabschluss. Zu den Wirtschaftsbereichen mit den höchsten Anteilen an Niedriglohnjobs gehören Friseur- und Kosmetiksalons, die Taxibranche, Zeitarbeit, das Wäschereigewerbe und die Gastronomie.

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Text: Deutscher Bundestag

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