Auswärtiges/Antwort auf Große Anfrage

heute-ein-thema-im-bundestagBerlin – (hib/AHE) Die Zahl der Asylsuchenden aus Afghanistan, dem Irak und aus Pakistan in Deutschland ist in den vergangenen Jahren deutlich angestiegen. Das geht aus der Antwort der Bundesregierung (18/10364) auf eine Große Anfrage der Fraktion Die Linke (18/7991) hervor, die sich nach einer Bilanz des „Krieges gegen den Terror“ seit 2001 in diesen drei Ländern erkundigt hatte. Wie die Bundesregierung mit Verweis auf die Angaben des Bundesamtes für Migration und Flüchtlinge (BAMF) schreibt, lag die Zahl der Asylantragsteller aus Afghanistan in Deutschland im Jahr 2001 bei 11.421, im Jahr 2007 bei 574 und schließlich 2015 bei 31.902. Ähnlich war den Angaben zufolge die Verlaufskurve der Antragsteller aus Pakistan in Deutschland im genannten Zeitraum: von einem Hochstand mit 1.802 Antragstellern im Jahre 2001 sank diese Zahl auf 397 im Jahre 2008 und stieg bis zum Jahr 2015 wiederum auf 8.472. Im Fall des Iraks lag die Zahl der Antragsteller im Jahr 2001 bei 17.708, drei Jahre später bei 1.440 und im Jahre 2015 bei 31.379.

Die Bundesregierung macht in der Antwort zudem Angaben zu militärischen Verlusten und zivilen Opfern von bewaffneten Auseinandersetzungen in den drei Ländern. Demnach fielen im Zeitraum Anfang 2013 bis zum Ende März 2016 insgesamt 19.091 Angehörige der afghanischen Sicherheitskräfte. Nach UN-Angaben starben zudem 2013 insgesamt 2.969, im Folgejahr 3.701 und im Jahr 2015 3.545 Zivilpersonen an Kriegsfolgen in Afghanistan. Im Falle des Iraks beruft sich die Bundesregierung ebenfalls auf UN-Angaben, nach denen von März 2013 bis September 2016 von insgesamt 12.800 getöteten Angehörigen der irakischen Verteidigungs- und Sicherheitskräfte auszugehen sei. Zwischen 2008 und 2015 seien den UN-Angaben zufolge mehr als 46.000 zivile Opfer gewaltsamer und bewaffneter Konflikte im Irak zu beklagen.

Die Zahl der deutschen Mittel für die öffentliche Entwicklungszusammenarbeit beziffert die Bundesregierung für Afghanistan in den Jahren 2013 und 2014 zusammen auf rund 914 Milliarden Euro und für den Irak in den Jahren 2003 bis 2014 auf insgesamt rund 5,16 Milliarden Euro.

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Text: Deutscher Bundestag

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