Berlin – Polizisten bei Einsatz in Hellersdorf verletzt

Nachrichten-aus-der-Stadt-Berlin-Aktuell-Berlin – In Hellersdorf wurden in der vergangenen Nacht mehrere Polizisten bei einem Einsatz verletzt. Anwohner der Torgauer Straße hatten die Polizei verständigt und angegeben, dass aus einer Wohnung seit Stunden laute Musik gespielt werde, lautes Gegröle zu hören sei und Türen laut zugeschlagen werden würden.

Bereits zuvor hatte es einen Polizeieinsatz gegeben, bei dem dem Wohnungsmieter mitgeteilt worden war, die Musik leiser zu stellen. Als die Beamten nun gegen 0.50 Uhr ein weiteres Mal an der Wohnung erschienen wurden sie im Hausflur bereits von mehreren Mietern des Hauses erwartet, die sich alle über die laute Musik sowie lautes und aggressives Herumbrüllen vom Balkon der Wohnung beschwerten. Die Polizisten klingelten mehrfach an der Wohnungstür, worauf jedoch zunächst keine Reaktion erfolgte.

Erst nach zusätzlichem lautem Klopfen wurde die Wohnungstür schließlich geöffnet. Dem 53-jährigen Wohnungsmieter wurde mitgeteilt, dass er unverzüglich die Musik abzustellen habe und seine Feier – in der Wohnung befanden sich neben ihm noch ein weiterer Mann und zwei Frauen – nun beendet sei. Daraufhin soll dieser versucht haben, den Polizisten die Tür vor der Nase zuzuschlagen, was jedoch misslang. Der 34-jährige Bekannte des Wohnungsmieters soll daraufhin einem der Polizisten unvermittelt mit der Faust ins Gesicht geschlagen haben, so dass dessen Brille wegflog.

Auch der 53-Jährige soll dann mit den Fäusten auf die beiden direkt vor der Tür stehenden Polizisten eingeschlagen haben, was diese durch Einsatz körperlicher Gewalt zu verhindern versuchten. Bereits im Vorfeld zur Unterstützung angeforderte Polizistinnen und Polizisten setzten Pfefferspray ein. Es entstand ein Gerangel, bei dem zwei Beamte mehrere Treppenstufen hinunter stürzten und sich Verletzungen zuzogen.

Die beiden alkoholisierten Männer, die die Polizeikräfte während des Einsatzes durchgängig beleidigten, wurden schließlich vorläufig festgenommen, wobei sie Widerstand leisteten. Der 34-Jährige klagte über Atemnot und Augenreizungen und wurde von alarmierten Rettungskräften der Feuerwehr vor Ort behandelt. Beiden Festgenommenen wurde auf freiwilliger Basis in einer Gefangenensammelstelle Blut abgenommen und sie konnten ihren Weg anschließend fortsetzen.

Zwei Polizisten traten im Anschluss aufgrund ihrer Verletzungen vom Dienst ab, ein weiterer erlitt Verletzungen an der Hand, setzte seinen Dienst jedoch fort.

Gegen die beiden 53 und 34 Jahre alten Tatverdächtigen wird nun wegen Beleidigung, Körperverletzung und Widerstand ermittelt. Zudem wurden Lärmanzeigen gefertigt. Der 53-Jährige erstattete seinerseits Anzeige gegen die Polizeibeamten.

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Polizei Berlin

 

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