Mittelrhein-Tageblatt - Extra - Bonner Stadtnachrichten - Aktuell -Bonn (NRW) – Für rund 3000 Bonner Erstklässler beginnt jetzt die Schulzeit. Schuldezernentin Carolin Krause, Stadtordnungsdienstleiter Carsten Sperling und Werner Schui, Presssprecher der Stadtwerke Bonn, sowie Alberto Coppola, Leiter der Direktion Verkehr der Polizei Bonn, begrüßten 53 Schulanfänger der Nikolausschule am Donnerstag, 31. August, an ihrem ersten Schultag.

„Mit dem ersten Schultag beginnt für alle I-Dötzchen ein neuer, spannender Lebensabschnitt. Mein Wunsch ist es, dass wir alle so gut auf alle Grundschüler und insbesondere die Erstklässler achten, dass Eltern ihren Kindern den Schulweg möglichst bald alleine überlassen können und sie nicht mit dem Auto zur Schule bringen müssen“, sagte Schuldezernentin Carolin Krause. Damit die Kinder besser auffallen, stellen die Stadtwerke Bonn rund 3000 orangefarbene Käppchen für die I-Dötzchen zur Verfügung.

„Autofahrer, aber auch Bus- und Bahnfahrer wissen, dass I-Dötzchen mit dieser auffallenden Kopfbedeckung verkehrsunerfahrene Kinder sind und nehmen besonders Rücksicht“, sagte SWB-Pressesprecher Werner Schui. Auf die Schülerinnen und Schüler kommen mit dem Schulstart viele neue Herausforderungen zu. Damit der Schulweg unfallfrei bleibt, schult SWB Bus und Bahn seit 15 Jahren Grundschulkinder sowie Kinder der fünften Klassen mit Projekten wie „Cool-unterwegs“, „Busschule“ und „KLIBs“ für einen sicheren Schulweg mit Bus und Bahn. „Gemeinsam mit der Polizei thematisieren wir altersgerecht den Weg zum Bus und vom Bus Richtung Schule, das richtige Verhalten an einer Haltestelle und im Bus während der Fahrt und das Thema Sachbeschädigungen im Bus und Konfliktbehandlung“, so Schui.

Sicherer Schulweg: Stadtordnungsdienst und Polizei kontrollieren

Damit die Erstklässler, aber auch alle anderen Schulkinder sicher in ihre Schule gelangen, sichert der Stadtordnungsdienst in den ersten Wochen des neuen Schuljahres die Schulwege. Mehrere Teams des städtischen Außendienstes sind ab sofort an Bonner Grundschulen im Einsatz. Unter anderem achten sie darauf, dass Fahrzeuge vor Fußgängerüberwegen nicht so geparkt sind, dass die Sicht aus dem Blickwinkel der Kinder behindert wird.

„Die Erstklässler nehmen ihre Umwelt ganz anders wahr als Erwachsene“, so Alberto Coppola, Leiter der Direktion Verkehr der Polizei Bonn. „Es fällt ihnen beispielsweise schwer, Entfernungen und Geschwindigkeiten korrekt einzuschätzen. Deshalb gehen sie oft unvermittelt auf die Straße.“

Auch deshalb kontrollieren die städtischen Mitarbeiter die Beachtung der Haltverbote vor Schulen, damit die Kinder von Autofahrern besser gesehen werden. Außerdem werden an Grundschulen verstärkt Geschwindigkeitskontrollen durchgeführt.

Stadt und Polizei raten: Schulweg trainieren

Die Kinder sollten auf den neuen täglichen Weg zur Schule gut vorbereitet werden. „Eltern sollten mit ihren Kindern den Schulweg in den ersten Wochen und Monaten des neuen Schuljahres trainieren“, raten Stadt und Polizei. Mutter und Vater werden dabei schnell erkennen, wo ihr Kind Fehler macht und können solche Situationen gezielt mit ihm üben.

Sechsjährige sind aufgrund ihrer Körpergröße noch nicht in der Lage, die Verkehrssituation über parkende Autos hinweg zu erkennen und Geschwindigkeiten herannahender Autos richtig abzuschätzen. Außerdem können sie sich selten voll auf das Überqueren einer Straße konzentrieren. Gerade die vielen neuen Eindrücke und Erlebnisse lassen die Gefahren des Schulwegs in den Hintergrund treten.

Nicht mit dem Fahrrad zur Schule

Grundschüler sollten nicht mit dem Fahrrad in die Schule geschickt werden. Auch wenn das Kind im vertrauten Wohnumfeld sicher fahren kann, ist es auf dem längeren und neuen Weg zur Schule den ständig wachsenden Anforderungen des Straßenverkehrs noch nicht gewachsen. Die sichere Teilnahme am Straßenverkehr mit dem Fahrrad setzt voraus, dass das Rad sicher bewegt werden kann, Regeln bekannt sind und ein gewisses Maß an Verkehrserfahrung vorhanden ist. Das erfüllen Kinder frühestens nach der Radfahrprüfung im vierten Schuljahr.

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Herausgeber: Der Oberbürgermeister der Bundesstadt Bonn, Presseamt, Stadthaus, Berliner Platz 2, 53111 Bonn

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