Bonn – Fahrradbarometer auf der Kennedybrücke eingeweiht

Extra-Stadtportal-Bonn -Bonn (NRW) – ib – Auf der südlichen Zufahrt der Kennedybrücke ist jetzt ein sogenanntes Fahrradbarometer in Betrieb genommen worden. Diese 2,5 Meter hohe Infostele mit Display zeigt den Radfahrern auf beiden Seiten des Zwei-Richtungsradweges an, wie viele Radler am aktuellen Tag und seit Jahresbeginn diese Brückenseite passiert haben.

Verkehrsdezernent Helmut Wiesner erläuterte die Einrichtung vor Ort: „Um das Bewusstsein für den Radverkehr als Bestandteil des gesamtstädtischen Verkehrsmixes zu fördern, zeigt das Fahrradbarometer die tägliche Anzahl der Radfahrer an, die von den Detektoren erfasst werden.“ Vor einem Jahr hatte der Hauptausschuss die Installation des Fahrradbarometers auf der Kennedybrücke beschlossen.

Bereits im März 2015 sind auf beiden Seiten der Kennedybrücke auf den dortigen Zwei-Richtungs-Radwegen Dauerzählstellen in Form von Induktionsschleifen für den Radverkehr eingerichtet worden. Auf beiden Seiten der Kennedybrücke wurden seit 1. Januar 2016 rund 1,5 Millionen Radfahrer gezählt.

Weitere Zahlen zum Radverkehr in Bonn

Nach der Einrichtung von insgesamt 15 Dauerzählstellen für den Radverkehr im Bonner Stadtgebiet von März 2015 bis Januar 2016 liegen weitere Ergebnisse vor. Die Zählstellen sind im Rahmen des Regionale-Projektes Rad-Region-Rheinland installiert worden. Die in diesem Zusammenhang wichtigsten Routen verlaufen meist auf den Hauptrouten der Freizeitradwege. Die Radler werden über Induktionsschleifen erfasst, die im Asphalt eingelassen werden, und daher robust und zuverlässig funktionieren.

Seit der Installation dieser Zählstellen schwerpunktmäßig auf den drei Bonner Brücken und an verschiedenen Stellen des Rheinradweges wurden bis Ende August rund 10 Millionen Radfahrer gezählt. Allein auf den drei Rheinbrücken wurden mehr als fünf Millionen Radfahrer seit März/April 2015 erfasst, die meisten auf der Kennedybrücke: ca. 3,37 Millionen Radler haben sie von März 2015 bis Ende August 2016 passiert.

Nutzen des Messsystems und die Kosten

  • Radverkehrszählungen sind im Bereich der Verkehrsplanung genauso wichtig wie die Erfassung des Autoverkehrs:
  • Um Engpässe auf den Radwegen zu ermitteln.
  • Um die Entwicklung des Radverkehrs – insbesondere für den Radtourismus – an wichtigen Routen darzustellen.
  • Um langfristig Verbesserungen für den Radverkehr zu erreichen und für Verkehrssicherheit zu sorgen.
  • Um Serviceleistungen wie den Winterdienst auf Radwegen zu planen.
  • Um Prioritäten für die Instandhaltung der Radwege zu ermitteln.

Zielsetzung ist es, eine möglichst flächendeckende Karte zur Darstellung des Radverkehrsaufkommens zu erstellen und die kontinuierliche Datenerfassung zur potentiellen Evaluierung der Radverkehrsmaßnahmen.

Als Investitionskosten für die 15 Zählstellen mit der Infosäule wurden rund 130.000 Euro veranschlagt. Die Zählstellen werden vom Land zu 70 Prozent bezuschusst. Ein Eigenanteil von 33.000 Euro für die Zählstellen sowie 20.000 Euro für das Fahrradbarometer werden von der Stadt Bonn übernommen.

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Herausgeber: Der Oberbürgermeister der Bundesstadt Bonn, Presseamt, Stadthaus, Berliner Platz 2, 53111 Bonn

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