Bonn – Schwierige Zeiten für EU-Projektpartnerschaft mit Gibraltar

Extra-Stadtportal-Bonn -Bonn (NRW) – ib – Julia Heeren, die derzeit bei der Stadt Bonn ihre Verwaltungsausbildung absolviert, ist gerade von ihrem Europa-Praktikum in Gibraltar zurückgekehrt. Es könnte jedoch sein, dass sie eine der letzten städtischen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter ist, die in dem kleinen britischen Überseegebiet Auslandserfahrung sammeln konnte.

Grund dafür ist das Votum der Briten für den Austritt ihres Landes aus der Europäischen Union. Denn damit ist die Finanzierung von Besuchen in Gibraltar innerhalb des von der EU geförderten kommunalen Berufsbildungsprogramms „Nice to work with you“ über das Jahr 2017 hinaus nicht mehr gewährleistet.

96 Prozent der 28 000 Einwohner Gibraltars hatten beim Referendum übrigens für einen Verbleib in der EU gestimmt.

Die Stadtverwaltung Bonn pflegt mit Gibraltar und 27 weiteren europäischen Städten eine EU-Projektpartnerschaft. Diese ermöglicht den städtischen Auszubildenden und Ausbildern im Rahmen des EU-Bildungsprogramms Erasmus+ praktische Zusammenarbeit mit europäischen Kollegen („Europa-Praktikum“).

Bonn in Europa – Europa in Bonn

In Bonn gibt es eine Reihe von Institutionen und Organisationen, die zum Thema Europa arbeiten, forschen und Arbeitsplätze schaffen. Dazu zählen etwa die Regionalvertretung der Europäischen Kommission, die als älteste Außenvertretung der EU seit 1954 in Bonn ist, und das EU-Büro des Bundesministeriums für Bildung und Forschung. Zudem arbeiten hier wichtige Nationalagenturen der EU, die über EU-Förderprogramme, EU-Bildungsinitiativen und Agenturen für EU-übergreifende Zusammenarbeit informieren.

Bedeutung für Bonn haben auch europäische Förderprogramme. So wurde der Ausbau des internationalen Standorts Bonn über Gelder aus dem Europäischen Fond für Regionale Entwicklung (EFRE) finanziert. Zudem stehen seit rund einem Jahr Mittel für das Projekt „EurOpen“ zur Verfügung, das gruppenorientierte Studienprogramme in ausgewählten europäischen EU-Projektpartnerstädten ermöglicht.

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Herausgeber: Der Oberbürgermeister der Bundesstadt Bonn, Presseamt, Stadthaus, Berliner Platz 2, 53111 Bonn

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