Dresden – 100 % Menschenwürde – Zusammen gegen Rassismus Dresden engagiert sich

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Dresden (SN) – Vom 12. März bis 6. April 2018 finden in Dresden die Internationalen Wochen gegen Rassismus statt. Diese bundesweiten Aktionswochen stehen unter dem Motto „100 % Menschenwürde – Zusammen gegen Rassismus“. Sie sollen ein Zeichen der Solidarität mit den Gegnerinnen bzw. Gegnern und Opfern von Rassismus setzen. Über 100 Vereine, Initiativen und Institutionen sind dem Aufruf des Oberbürgermeisters Dirk Hilbert zur Beteiligung an den Aktionswochen gefolgt und bieten ein vielfältiges Programm mit über 140 Veranstaltungen. Darunter sind Ausstellungen, Diskussionsrunden, Filmvorführungen, Lesungen, Theaterstücke, Vorträge und Workshops. Die Veranstaltungen thematisieren Rassismus, wie er uns in den verschiedensten Formen begegnet: als Alltagsrassismus, Antisemitismus oder Antimuslimischer Rassismus.

„Ich setze mich dafür ein, dass alle Menschen in unserer Stadtgesellschaft, egal welcher Herkunft sowie religiösen, kulturellen oder sozialen Zugehörigkeit, die gleichen Chancen haben und sich gleichberechtigt am gesellschaftlichen Leben beteiligen können. Leider entspricht das nicht immer der Realität. Rassismus, Ausgrenzung und Diskriminierung sind immer noch vorhanden und beeinträchtigen das Leben und den Alltag der Betroffenen spürbar. Ein gleichberechtigtes und respektvolles Miteinander muss aber in einer weltoffenen und vielfältigen Stadt selbstverständlich sein“ sagte der Oberbürgermeister in seinem Beteiligungsaufruf. Die Internationalen Wochen gegen Rassismus haben zum Ziel, zu informieren, zu sensibilisieren und zur Selbstreflexion und eigenem Handeln anzuregen. Sie werden in diesem Jahr zum dritten Mal von der Landeshauptstadt Dresden ausgerichtet.

Die Aktionswochen beginnen mit der bundesweiten Eröffnungsveranstaltung, die in diesem Jahr in Dresden stattfindet. Der feierliche Auftakt findet am Montag, 12. März, 18 Uhr im Plenarsaal des Neuen Rathauses statt. Titel: „Islamfeindlichkeit als Herausforderung der Gegenwart“. Der Politik- und Kommunikationswissenschaftler, Prof. Dr. Kai Hafez, betrachtet in einem Impulsreferat die Ursachen von Islamfeindlichkeit in Deutschland und Sachsen. Anschließend findet eine Podiumsdiskussion mit Oberbürgermeister Dirk Hilbert, Herrn Aiman Mazyek (Vorsitzender des Zentralrats der Muslime) und Frau Youmna Fouad (Marwa-El-Sherbini-Stipendiatin) statt. Als Gäste der Veranstaltung haben sich angekündigt: Ministerpräsident Michael Kretschmer, der Präsident der UNESCO-Städtekoalition gegen Rassismus Benedetto Zacchiroli, Dr. Jürgen Micksch, Claudia Roth und Dr. Theo Zwanziger als Vorstandsmitglieder der Stiftung für die Internationalen Wochen gegen Rassismus. Die Veranstaltung wird in Gebärdensprache übersetzt.

In Dresden enden die Aktionswochen, abweichend von dem bundesweiten Aktionszeitraum, am Freitag, 6. April, mit einem Stillen Gedenken an Jorge João Gomondai, der am 6. April 1991 an den Folgen eines rassistischen Übergriffs verstarb. Das Gedenken und die Blumenniederlegung findet 18 Uhr auf dem Jorge-Gomondai-Platz statt.

Begleitet werden die Internationalen Wochen gegen Rassismus in diesem Jahr durch eine Interview-Serie „Wir zeigen Gesicht!“, welche beginnend am 8. März wöchentlich im Amtsblatt und im Internet stehen. Fünf Dresdnerinnen und Dresdner berichten hier über ihre Erfahrungen mit Rassismus und Diskriminierung.

Ausführliche Programminformationen sowie die Übersetzungen des Programms in englisch, russisch und arabisch stehen im Internet unter www.dresden.de/iwgr.

Die Programmhefte und Informationsmaterialien zu den Internationalen Wochen gegen Rassismus liegen an allen Infostellen und Ortsämtern der Landeshauptstadt Dresden aus.

„Ohne das Engagement der vielen Unterstützerinnen und Unterstützer wäre es nicht möglich gewesen, die Internationalen Wochen gegen Rassismus 2018 in dieser Form und dem Umfang zu gestalten. Ihnen gilt unser ganz besonderer Dank. Mit ihren Beiträgen während der Aktionswochen und im alltäglichen Leben setzen sie wichtige Zeichen für ein weltoffenes Dresden“, so Kristina Winkler, Integrations- und Ausländerbeauftragte der Landeshauptstadt Dresden.

Auszug aus dem Programm
Dienstag, 13. März
19.30 bis 21.30 Uhr
Zentralbibliothek im Kulturpalast Schloßstraße 2
Mo und die Arier
Lesung mit Mo Asumang, kostenpflichtig

Freitag, 23. März
17 Uhr
Literaturhaus Villa Augustin, Antonstraße 1
Schluss mit der Deutschenfeindlichkeit – Geschichten aus der Heimat
Lesung, Filmvorführung und Diskussion

Montag, 26. März
15 bis 18 Uhr
Zentralbibliothek im Kulturpalast, Schloßstraße 2
Wenn Bilder zu Herrschaft werden…
Workshop für Angestellte in Verwaltungen und Unternehmen, mit vorheriger Anmeldung

Mittwoch, 28. März
17 bis 20 Uhr
Ort: siehe dresden.de/iwgr
Wie umgehen mit Demokratiefeindlichkeit in Dresden?
Workshop und Diskussion, mit vorheriger Anmeldung

Freitag, 6. April
19.30 Uhr
Dreikönigskirche, Festsaal, Hauptstraße 23
RECHTS: ex und pop – oder
Eine Proklamation für die Demokratie
Theaterstück

Ausstellung
28. März bis 27. April
Ein muslimischer Mann – kein muslimischer Mann?!
Ausländerrat Dresden e. V., Heinrich-Zille-Straße 6

Organisatorischer Hinweis:
Die Veranstaltenden sind für die Inhalte ihrer Veranstaltungen selbst verantwortlich. Sie behalten sich vor, von ihrem Hausrecht Gebrauch zu machen und Personen, die rechtsextremen Parteien oder Organisationen angehören, der rechtsextremen Szene zuzuordnen sind oder bereits in der Vergangenheit durch rassistische, nationalistische, antisemitische oder sonstige menschenverachtende Äußerungen in Erscheinung getreten sind, den Zutritt zu ihren Veranstaltungen zu verwehren oder sie von diesen auszuschließen.

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Stadt Dresden

 

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