Dresden – „Dann machen wir mal gemeinsam…!“ Von den Orten des Miteinanders zu einer kulturell getriebenen Stadtentwicklung

Präsentation der Workshop-Ergebnisse „Wunschräume“ am 30. Juni im Rathaus.

Nachrichten-aus-der-Stadt-Dresden-Aktuell-Dresden (SN) – Kultur und Kunst und damit verbundene öffentliche Räume sind für das Leben in Dresden seit Jahrhunderten identitätsstiftend. Das bestätigten auch die Ergebnisse der zwei Befragungen, die das Kulturhauptstadtbüro #Dresden2025 in den Jahren 2016 und 2017 durchführte zur Frage „Was ist Kultur für Sie?“ und „Was sind Ihre Orte des Miteinanders?“. Deutlich wurde in den Befragungen des Kulturhauptstadtbüros und in den Bürgerforen des Kulturamtes zur Kulturentwicklungsplanung auch, dass es in einigen Stadtteilen an Räumen für Kunst und Kultur mangelt oder diese durch andere städtebaulichen Entwicklungen bedroht sind.

Das Kulturhauptstadtbüro #Dresden2025 hatte deshalb mit der Beigeordneten für Kultur, Annekatrin Klepsch, sowie mit dem Netzwerk Kultur Dresden am 4. Juni zu einem Workshop „Kulturräume – Kulturträume“ in den Kulturpalast eingeladen, um verschiedene Ämter der Stadtverwaltung, Kulturinstitutionen und Stadtteilinitiativen miteinander ins Gespräch zu bringen. Die Ergebnisse dieses Auftaktworkshops werden durch das Netzwerk Kultur und das Kulturhauptstadtbüro am Sonnabend, 30. Juni beim Tag des Offenen Rathauses präsentiert. Weitere Veranstaltungen für den Herbst 2018 befinden sich gegenwärtig in Planung.

„Dass unter dem Aktionstitel ‚nadannmachdoch‘ die öffentliche Debatte um die Räume für Kultur in Dresden durch zahlreiche Initiativen aufgegriffen wurde, bestätigt unsere bisherigen Erfahrungen: eine Bewerbung als Kulturhauptstadt Europas gibt zusätzliche Impulse für eine kulturgetriebene Stadtentwicklung und bringt wichtige Akteure in einer Stadt zusammen.“, so die Bürgermeisterin für Kultur und Tourismus, Annekatrin Klepsch.

Den Ansatz, Stadtentwicklung aus der Perspektive der Förderung von Kultur und Kreativwirtschaft heraus zu denken, hat die Landeshauptstadt Dresden bereits in den letzten Jahren verfolgt. So gelang es mit Hilfe von 1,35 Millionen Euro Städtebaufördermitteln, das Zentralwerk in Pieschen für die Genossenschaft zu erwerben und herzurichten. Die frühere Kleine Szene / Villa Wigman wurde durch die Landeshauptstadt im Jahr 2017 erworben, um diese als Probestätte für den Freie Tanzszene zu erhalten und an diese zu verpachten. Daneben wurden in den letzten drei Jahren 39 Künstler mit insgesamt 115 300 Euro aus Mitteln der Atelierförderung gefördert.

Weitere Objekte in öffentlichem Besitz wurden und werden gegenwärtig für eine künftige kulturelle Nutzung erschlossen bzw. saniert, unter anderem der Ostflügel des Festspielhauses Hellerau mit Proberäumen und Künstlerappartements sowie das Kraftwerk Mitte mit dem Co-Working-Zentrum neonworks, einem geplanten Medienzentrum sowie die Villa als interkulturelles Zentrum.
Ebenso unterstützt das Kulturhauptstadtbüro #Dresden2025 das Konstruktival am kommenden Wochenende, das sich ebenfalls mit dem Thema Räume für Kultur, Kunst und Kreativwirtschaft beschäftigen wird.

Das Amt für Wirtschaftsförderung hat übrigens seit dem Start der Kreativraumförderung im Juni 2015 insgesamt schon 77 Projekte mit mehr als 290 000 Euro unterstützt.

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Stadt Dresden

 

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