Dresden – „Verschleppt – Gequält – Ermordet“

Gedenkveranstaltung für Homosexuelle im Nationalsozialismus

suedwest-news-aktuell-stadtportal-extra-dresdenDresden (SN) – Am Montag, 14. November 2016, 18 Uhr, findet im Plenarsaal des Neuen Rathauses Dresden, Eingang Goldene Pforte, Rathausplatz 1, die Gedenkveranstaltung „Verschleppt – Gequält – Ermordet“ für die Homosexuellen im Nationalsozialismus statt. Dazu lädt die Gleichstellungsbeauftragte der Landeshauptstadt Dresden, Dr. Alexandra-Kathrin Stanislaw-Kemenah, in Kooperation mit dem Christlichen schwul-lesbischen Stammtisch Dresden beim Gerede e. V. ein. Der Eintritt ist frei.

Mit der Gedenkveranstaltung soll die Situation von Homosexuellen während der NS-Zeit, namentlich ihre Verfolgung, Festnahme, Folter und Ermordung, thematisiert und ins Bewusstsein der Dresdner gerufen werden. Da die Forschung zu Dresden dazu noch viele weiße Flecken aufweist, ist der Abend auch eine Aufforderung, sich näher mit der Thematik zu beschäftigen und diese Forschungslücke zu füllen.

Petra Köpping, Staatsministerin für Gleichstellung und Integration beim Sächsischen Staatsministerium für Soziales und Verbraucherschutz, und Dr. Kristin Klaudia Kaufmann, Beigeordnete für Arbeit, Soziales, Gesundheit und Wohnen eröffnen die Veranstaltung. Nach einem juristischen Input zum Paragraphen 175 StGB wird der Journalist Alexander Zinn aus seinem Buch „Das Glück kam immer zu mir: Rudolf Brazda – das Überleben eines Homosexuellen im Dritten Reich“ vortragen. Abschließend wird der verfolgten und ermordeten Homosexuellen gedacht. Musikalisch umrahmen die Veranstaltung Diana Linke (Violine), Laura Härtel (Cello) und Maria Kaiser (Viola). Prof. Dr. Ralf Lunau, Dresdner Kulturbürgermeister a. D. moderiert die Veranstaltung.

Die Veranstaltung findet im Rahmen der diesjährigen Hirschfeldtage mit ihrem Motto „L(i)ebe die Vielfalt“ statt. Mit der Veranstaltung tragen die Ausrichtenden dem Ziel der Bundesstiftung Magnus Hirschfeld Rechnung, zeitgeschichtliche Themen rund um LSBTTIQ*-Lebenswelten aufzugreifen und deren Sichtbarkeit bzw. Akzeptanz in den Fokus zu rücken.

Weitere Informationen stehen unter www.dresden.de/frau-mann, Rubrik „Aktuelles“.

* LSBTTIQ: Lesbisch, Schwul, Bisexuell, Transsexuell, Transgender, Intersexuell und Queer
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Text: Landeshauptstadt Dresden
Amt für Presse- und Öffentlichkeitsarbeit

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