Erstellt durch: | 6. Oktober 2016

Kommunalwirtschaft: Zuverlässiger Partner in allen Lebenslagen

Extra-Stadtportal - Frankfurt am Main -Frankfurt am Main (HE) – (kus) Bürgermeister und Beteiligungsdezernent Uwe Becker hat den Beteiligungsbericht 2015 der Stadt Frankfurt vorgelegt, der nach der Beschlussfassung des Magistrats nunmehr den Weg in die Stadtverordnetenversammlung nimmt. Das Beteiligungsportfolio der Stadt umfasste am 31. Dezember 2015 215 Beteiligungen, an denen die Stadt Frankfurt mit mindestens 20 Prozent beteiligt ist, das sind drei mehr als im Vorjahr. Die Zahl aller Beteiligungen der Stadt Frankfurt beträgt 542, das sind vier mehr als im Jahr zuvor.

„Nachhaltige Personalentwicklung, gesellschaftliches Engagement, ökonomische und ökologische Verantwortung − die Beteiligungsgesellschaften der Stadt Frankfurt sorgen wie eine große Familie für eine nachhalte und attraktive Entwicklung unserer schönen Heimatstadt“, sagt Beteiligungsdezernent Becker. Der Bericht 2015 steht unter dem Motto „Kommunalwirtschaft – Zuverlässiger Partner in allen Lebenslagen“.

Von den 215 Gesellschaften sind 43 direkte Beteiligungen, bei denen die Stadt wiederum in 28 Fällen Anteile am Grundkapital von mehr als 50 Prozent hält.

„Die Frankfurter Beteiligungsgesellschaften stecken hinter vielen kommunalen Leistungen der Grundversorgung und sind aus unserem alltäglichen Leben nicht wegzudenken. Nahezu geräuschlos sind sie in allen Bereichen von der Wirtschaft und Stadtentwicklung über Verkehr, Ver- und Entsorgung, Wohnungsbau, Kultur, Sport und Freizeit sowie Gesundheit und Soziales tätig und tragen damit zur Entlastung der Kernverwaltung bei. Die Kompetenzen in den Unternehmen, die Leistungen der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der städtischen Unternehmen sind mit ein Grund dafür, dass Frankfurt so attraktiv und lebenswert ist“, betont Becker.

Die städtischen Beteiligungsunternehmen sind zudem auch Arbeitgeber für rund 15.000 Beschäftigte. Mehr als die Hälfte der Mitarbeiter ist bei den „vier Großen“, der Stadtwerke Frankfurt am Main GmbH, der Messe Frankfurt GmbH, der FES GmbH und der ABG GmbH beschäftigt. Diese vier Teilkonzerne bilden den Kern des städtischen Beteiligungsportfolios.

Ein gutes Geschäftsjahr war es unter anderem für die Messegesellschaft. Mit 647,8 Millionen Euro hat der Konzern im Jahr 2015 einen neuen Höchstumsatz erzielt. „Frankfurt blickt auf eine über 850-jährige Geschichte als Messeplatz zurück. Auch heute ist die Messe ein wichtiger Bestandteil der Stadt und macht sie zu einem internationalen Messe- und Kongress-Standort. Dank seiner Innovationen wächst das Unternehmen Messe Frankfurt stetig auch über die Stadtgrenzen hinaus. Doch auch Traditionsveranstaltungen in der Mainmetropole, wie die Buchmesse die in der übernächsten Woche wieder stattfindet, tragen zum Erfolg der Gesellschaft bei“, sagt Beteiligungsdezernent Becker. Die Messe Frankfurt baut ihr Veranstaltungsportfolio auch in anderen Ländern, etwa in China, Indien und Russland aus. Das Unternehmen besitzt mittlerweile ein globales Netz aus 28 Tochtergesellschaften und 55 internationalen Vertriebspartnern. Damit ist sie in mehr als 150 Ländern präsent.

Auf eine umweltschonende und effiziente Energieversorgung setzt der Versorger Mainova. Mit rund 2.600 Beschäftigten ist die Mainova zudem einer der größten Arbeitgeber der städtischen Beteiligungsgesellschaften. In 2015 konnte die Mainova AG ein Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit von 110,2 Millionen Euro – Vorjahr 89,9 Millionen Euro – erzielen. Die Mainova steht für eine sichere Versorgung mit Strom, Wärme und Gas. Auch in der Wasserversorgung leistet das Unternehmen Bedeutendes. Becker, der auch Mainova-Aufsichtsratsvorsitzender ist, hatte im September einen öffentlichen Trinkbrunnen in der Liebfrauenstraße in der Frankfurter Innenstadt eröffnet. „Die Wasserleitungen von Mainova sind die Lebensadern unserer Stadt. Sie bringen Trinkwasser in bester Güte zu den Frankfurtern, Gästen und Unternehmen. Diese Versorgungssicherheit und das breite Portfolio von Mainova sind wichtige Standortfaktoren für Unternehmen“, sagt Becker.

Nachhaltigkeit gehört zu dem Leitmotiv der ABG. Die ABG Frankfurt Holding, die in 2015 ihr 125jähriges Bestehen gefeiert hat, ist ein wichtiger Akteur auf dem Wohnungsmarkt. Sie hat etwa 51.000 Wohnungen in Frankfurt und der Region. Zu dem Unternehmen gehören die Frankfurter Aufbau AG, die HELLERHOF GmbH, die WOHNHEIM GmbH, die MIBAU GmbH und die SAALBAU Betriebsgesellschaft mbH. Mit dem Aktiv-Stadthaus, einem europaweiten Vorzeigeprojekt, hat die ABG neue Maßstäbe der Energieeffizienz gesetzt. In dem seit Juli 2015 bewohnten Mehrfamilienhaus mit 74 Wohnungen unweit des Frankfurter Hauptbahnhofs wird mehr Energie erzeugt, als die Bewohner verbrauchen. Das Geschäftsjahr 2015 hat die ABG mit einem Jahresergebnis von rund 78,9 Millionen Euro abgeschlossen, im Vorjahr waren es 64,3 Millionen Euro.

„Bei der Arbeit der ABG geht es längst nicht allein darum, dass die Menschen bezahlbaren Wohnraum finden. Sie sollen sich in ihrer Wohnung und ihrem Quartier wohlfühlen, was durch Angebote der ABG unterstützt wird, Carsharing bei book-n-drive zu Vorteilskonditionen und den Einsatz von Siedlungshelfer vor allem für ältere Mieter der ABG. Es sind diese Angebote, die dazu beitragen, dass ein zufriedenes Zusammenleben aller Altersklassen und Lebensmodelle funktioniert und die zum gesellschaftlichen Mehrwert beitragen“, sagt Becker.

Nach der Beschlussfassung der Stadtverordnetenversammlung können interessierte Bürger den Beteiligungsbericht 2015 einsehen oder zum Preis von 19 Euro in Buchform beziehungsweise von 10 Euro für die CD-Rom bei der Stadt Frankfurt am Main, Stadtkämmerei, 60311 Frankfurt am Main, Telefon 069/212–36374, E-Mail an info.beteiligungsmanagement@stadt-frankfurt.de bestellen. Weitere Informationen unter http://www.beteiligungsmanagement.stadt-frankfurt.de .

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