Geislingen – Kontrollen in der Raser- und Tuningszene – Polizei und Stadt ziehen Bilanz

suedwest-news-aktuell-geislingenGeislingen – Nachdem sich immer mehr Bürger über heulende Motoren, Fahrzeuglärm und Raser im Stadtgebiet beschwerten, haben Polizei und Stadt Geislingen reagiert und in diesem Jahr einen gemeinsamen Schwerpunkt der Verkehrsüberwachung im Bereich „Raser und Tuning“ gesetzt.

Nun zogen der Leiter des Geislinger Ordnungsamtes, Philipp Theiner und der Geislinger Polizeichef Jens Rügner gemeinsam Bilanz: „Unsere Kontrollen haben bestätigt, dass den Bürgerhinweisen hier tatsächlich eine Problematik zu Grunde liegt, der wir uns annehmen müssen“, so Theiner. Im Rahmen von insgesamt 28 mobilen Geschwindigkeitskontrollen sind im Jahresverlauf bisher 3.785 Verstöße festgestellt worden, die teilweise deutlich über der jeweils zulässigen Höchstgeschwindigkeit lagen. „Oftmals sind dies gefährliche Fahrweisen bei weit überhöhter Geschwindigkeit“, erklärt Theiner. So war beispielsweise in der Hohenstaufenstraße, mittags um 12.10 Uhr, im Bereich von zwei Kindergärten ein BMW mit 84 km/h statt erlaubten 30 km/h oder am Galgenbrunnen ein Masserati tagsüber mit 137 km/h statt erlaubten 80 km/h unterwegs.

Viele der Fahrer seien neben teilweise empfindlichen Bußgeldern auch mit Punkten im Verkehrszentralregister in Flensburg und Fahrverboten belegt worden. „Wenn zu diesen Geschwindigkeiten dann noch unzulässige Um- oder Anbauten an den Fahrzeugen kommen, wird klar, wie unvernünftig und rücksichtslos hier manche Fahrer unterwegs sind“, erläutert Rügner. So sei durch die Polizei beispielsweise am ersten Oktoberwochenende ein BMW nach einer Geschwindigkeitskontrolle aus dem Verkehr gezogen worden, der mit 113 km/h in der Eberhardstraße (50 km/h erlaubt) gemessen wurde. Bei der Kontrolle wurde dann festgestellt, dass die Betriebserlaubnis aufgrund von Veränderungen an der Auspuffanlage sowie wegen nicht zugelassener Reifen erloschen war. „Die Polizei hat insgesamt 20 Fahrzeuge aus dem Verkehr gezogen, die aufgrund von technischen Veränderungen nicht mehr verkehrssicher waren, davon 16 wegen überlauter Auspuffanlagen“, ergänzt Rügner.

Weiter seien Veränderungen am Fahrwerk sowie an Stoßdämpfern, Achsen und der Bereifung festgestellt worden. Besonders bedenklich sei zudem, dass zwei der Fahrer bei der Kontrolle unter Alkoholeinfluss gestanden hätten. „Die Anzahl der Verstöße aber auch die Qualität der Beanstandungen zeigen uns eindeutig, dass mit den festgestellten Verhaltensweise teilweise erhebliche Gefahren für andere Verkehrsteilnehmer und Belästigungen für die Geislinger einhergehen, die so nicht akzeptiert werden können“, sind sich Theiner und Rügner in ihrer Bewertung einig. Die Verstöße wurden durch das Ordnungsamt der Stadt und die Polizei Geislingen sowohl im Rahmen des täglichen Dienstes als auch bei Schwerpunktkontrollaktionen festgestellt.

„Aufgrund dieser Bilanz waren wir uns als Polizei schnell mit der Stadt einig, die Kontrollen fortzuführen und auch im kommenden Jahr konsequent gegen Raser und illegales Tuning in Geislingen vorzugehen, denn es erscheint weiterhin notwendig“, schloss Rügner.

OTS: Polizeipräsidium Ulm

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