Gesundheitsmagazin – Ennepe-Ruhr-Kreis – „Nicht aufgeben“: Weitere Selbsthilfegruppe zum Thema Depressionen

Gesundheitsmagazin-Mittelrhein-Tageblatt-Psyche-Gesundheitsmagazin – Ennepe-Ruhr-Kreis (NRW) – Die Nachfrage nach Selbsthilfegruppen, die sich dem Thema Depressionen widmen und Betroffenen eine ebenso hilfreiche wie verlässliche Anlaufstelle bieten, ist groß. Im südlichen Ennepe-Ruhr-Kreis existieren aktuell vier Gruppen, jetzt soll eine weitere gegründet werden. Das erste Treffen findet am Donnerstag, 19. April, um 18 Uhr in der KISS EN-Süd (Kölner Str. 25, Gevelsberg) statt. Interessierte Betroffene sind herzlich willkommen.

„Viele Betroffene haben in einer Therapie erfahren, wie wertvoll der Austausch mit Menschen ist, denen es ähnlich geht. In der Gruppe kann versucht werden, die ´Rückzugsspirale´ aufzubrechen und einer möglichen Isolation zu entfliehen. Das Kennenlernen neuer Menschen und die Begegnung mit ihnen helfen, sich weiter zu entwickeln und Kraft zu schöpfen“, berichtet Susanne Auferkorte, Leiterin der Kontakt- und Informationsstelle für Selbsthilfe KISS EN-Süd, über die Erfahrungen in den bereits vorhandenen Gruppen.

Dort biete die Selbsthilfe die Möglichkeit, sich unter Gleichbetroffenen auszutauschen und von den Erfahrungen anderer zu profitieren. Die Betroffenen geben sich gegenseitig Halt und Unterstützung, machen sich Mut und spenden sich Trost. Zudem bietet die Gruppe die Chance, die bei depressiv erkrankten Menschen, häufig vorhandene Antriebslosigkeit zu überwinden und wieder aktiver am Leben teilzunehmen.

Wie wichtig dies ist, zeigt sich an der Lebenssituation Erkrankter, die häufig so beschrieben wird: „Die Depression hat dazu geführt, dass ich mich immer stärker zurückziehe. Kontakte mit Freunden und Bekannten sind viel viel seltener geworden. Ambulante und auch stationäre Behandlungen haben mir zwar immer wieder aus Krisen herausgeholfen. Dennoch muss ich jeden Tag aufs Neue lernen, meine Erkrankung anzunehmen und nicht aufzugeben.“

Klar ist: Die Selbsthilfegruppe ersetzt keine Therapie, sie kann aber eine wichtige Ergänzung sein. „Neben dem Austausch über den Umgang mit der Erkrankung kommen auch die Freude und das Lachen nicht zu kurz. Es dreht sich nicht alles um das eine Thema. Auch die Höhen, das Schöne und der Spaß haben Platz“, so Auferkorte.

Weitere Informationen erhalten Interessierte bei der KISS EN Süd, Tel.:02332/664029.

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Ennepe-Ruhr-Kreis, Pressestelle, Pressesprecher Ingo Niemann (V.i.S.d.P.), Hauptstr. 92, 58332 Schwelm

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