Hamburg – Flughafen Hamburg: Verspätungsregelung ist Ausdruck eines angemessenen Interessensausgleichs

Mittelrhein-Tageblatt - News aus Hamburg - Stadt-News -Hamburg – Flughafen Hamburg: Neben dem Hafen, den Hauptverkehrsstraßen und den Schienenanbindungen hat der Hamburger Flughafen eine zentrale Bedeutung für unsere Stadt. Das gilt für die Bürgerinnen und Bürger, die einen Anspruch auf ein zeitgemäßes Mobilitätsangebot haben, genauso wie für die Unternehmen, die auf eine zuverlässige Erreichbarkeit hier im wirtschaftlichen Zentrum Norddeutschlands angewiesen sind. Auch für viele Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer im und am Flughafen spielt das Drehkreuz eine herausragende Rolle.

Die Betriebszeiten des Flughafens wurden mit Augenmaß festgelegt. Der Senat und die Flughafen Hamburg GmbH ergreifen zahlreiche Lärmschutzmaßnahmen, um die nötige Ruhe für die Anwohnerinnen und Anwohner zu schaffen – gerade auch in den Abend- und Nachtstunden.

Der Flughafen Hamburg verfügt über eine gültige Betriebserlaubnis, die einen 24-stündigen Betrieb zulässt. Aus Gründen des Lärmschutzes darf der Regelflugbetrieb nur von 6 bis 23 Uhr stattfinden. Teil dieses betrieblichen Lärmschutzkonzepts ist auch die Verspätungsregelung, die zwischen 23 und 24 Uhr verspätete Starts und Landungen erlaubt, die unvermeidbar sind. Gerade auch in der Zeit nach 22 Uhr müssen zahlreiche Verbindungen von und zu den großen Luftverkehrsdrehkreuzen wie München, Frankfurt oder Paris realisiert werden. Dagegen findet von Mitternacht bis 6 Uhr kein regulärer Flugbetrieb statt.

Senator Frank Horch: „Die Betriebsgenehmigung des Flughafens einschließlich der Regelungen zu den Betriebszeiten ist rechtmäßig. Eine Änderung, wie vom BUND gefordert, ist unter den gegebenen Rahmenbedingungen nicht möglich. Die Voraussetzungen für einen behördlichen Widerruf der Betriebsgenehmigung im Hinblick auf die Änderung der Betriebszeiten liegen nicht vor. Auch die sogenannte Verspätungsregelung ist Ausdruck eines angemessenen Interessensausgleichs zwischen den verkehrlichen Belangen und dem notwendigen Schutz der Anwohner. Ziel muss es daher sein, die Einhaltung der geltenden Regelungen streng zu überwachen, um insbesondere jeglichen Missbrauch der Verspätungsregelung konsequent zu verfolgen.“

In den vergangenen Monaten ist es leider zu mehr verspäteten Flügen gekommen, die zu einer zusätzlichen Belastung nach 23 Uhr geführt haben. Die wesentlichen Gründe hierfür sind besondere Wetterereignisse, Streiks von Fluglotsen und die Abwicklung des Flugverkehrs im deutschen und europäischen Luftraum, die nicht im Einflussbereich des Flughafens oder der Stadt Hamburg liegen.

Der Senat und der Flughafen unternehmen weiterhin große Anstrengungen im Fluglärmschutz und im Management der Abläufe, die in ihrem Einflussbereich liegen und zu pünktlichen Starts und Landungen beitragen.

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Behörde für Wirtschaft, Verkehr und Innovation – Stadt Hamburg
Pressestelle | Christian Füldner

 

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