Hamburg – Hamburgs Erster Bürgermeister hat im Rahmen des Filmfestes Hamburger Produzentenpreis 2018 überreicht

Erstmals wurde Preis in der Kategorie „Deutsche Kinoproduktion“ vergeben.

Mittelrhein-Tageblatt - News aus Hamburg - Stadt-News -Hamburg – Der in 2018 erstmals mit 75.000 Euro dotierte Hamburger Produzentenpreis wurde gestern Abend von Hamburgs Erstem Bürgermeister Dr. Peter Tschentscher verliehen. Der seit 2014 bestehende Hamburger Produzentenpreis würdigt die besonderen Leistungen von deutschen Produzentinnen und Produzenten sowie von Film- und Fernsehproduktionsfirmen. Er wird in den Filmfest-Wettbewerbskategorien „Europäische Kino-Koproduktion“, „Deutsche Fernsehproduktion“ sowie dieses Jahr erstmals in der von der Hamburger Behörde für Kultur und Medien finanzierten Kategorie „Deutsche Kinoproduktion“ mit einem Preisgeld in Höhe von je 25.000 Euro vergeben. Der beim Filmfest Hamburg vergebene neue Preis ist ein wichtiges Signal für das deutsche Kino und für Hamburg als bedeutender Filmstandort im Norden.

Hamburgs Erster Bürgermeister Dr. Peter Tschentscher: „Mit Leidenschaft für den Film und unternehmerischem Gespür prägen Kino- und Fernsehproduzenten die deutsche Filmlandschaft. Mit dem Hamburger Produzentenpreis wollen wir diese besonderen Leistungen für den Film in Deutschland würdigen.“

Den Preis in der neuen Kategorie „Deutsche Kinoproduktion“ gewann die Produzenten Jamila Wenske und Sol Bondi für ihren Film „Das schönste Paar“ von Sven Taddicken (One Two Films, Berlin). Den Hamburger Produzentenpreis „Europäische Kino-Koproduktion“ erhielt der Produzent Michael Eckelt (Riva Film, Hamburg) für die Produktion „Sibel“ von Çagla Zencirci und Guillaume Giovanetti. Die Preisgelder für beide Kategorien in Höhe von 50.000 Euro werden von der Behörde für Kultur und Medien finanziert. Gewinner des Hamburger Produzentenpreises „Deutsche Fernsehproduktion“ ist die Produzentin Heike Wiehle-Timm (Relevant Film, Hamburg) für den Film „Aufbruch in die Freiheit“ von Isabel Kleefeld. Das Preisgeld für diese Auszeichnung in Höhe von 25.000 Euro wird von der Verwertungsgesellschaft der Film- und Fernsehproduzenten (VFF) gestiftet. In der Kategorie beste „Deutsche Fernsehproduktion“ hat die Jury zudem noch eine lobende Erwähnung für den TV-Film „Gloria, die schönste Kuh meiner Schwester“ ausgesprochen (Regie: Ingo Rasper, Produzent: Jens C. Susa, Provobis Gesellschaft für Film und Fernsehen). Hamburgs Erster Bürgermeister Dr. Peter Tschentscher verlieh den Hamburger Produzentenpreis in Anwesenheit von Prof. Dr. Norbert P. Flechsig, Vorsitzender des Aufsichtsrats der VFF, und Gästen gestern Abend.

Mitglieder der Jury „Deutsche Kinoproduktion“ waren 2018 Matthias Elwardt, Programmchef Abaton-Kino, Karsten Stöter, Produzent, und Claudia Steffen, Produzentin. Zur Jury „Europäische Kino-Koproduktion“ gehörten Jürgen Fabritius, Agenturchef und Professor an der Filmuniversität Konrad Wolf Babelsberg, Pheline Roggan, Schauspielerin, sowie Renate Rose, ehemalige Geschäftsführerin von European Film Promotion e.V. Die dritte Kategorie „Deutsche Fernsehproduktion“ jurierten Katrin Aschendorf, Kostümbildnerin, Aelrun Goette, Regisseurin, und Ulrich Lenze, Produzent.

Die VFF ist die Verwertungsgesellschaft von deutschen Auftragsproduzenten, öffentlich-rechtlichen Rundfunkanstalten, einigen privaten Sendeunternehmen und regionalen Fernsehveranstaltern. Die Gesellschaft nimmt treuhänderisch deren aus dem Leistungsschutzrecht resultierende Rechte und Vergütungsansprüche wahr. Vorsitzender des Aufsichtsrats der VFF ist Prof. Dr. Norbert P. Flechsig, Geschäftsführer ist Prof. Dr. Johannes Kreile.

Aus den Begründungen der Jury

Deutsche Kinoproduktion: Das schönste Paar

„…Der Film geht sprichwörtlich unter die Haut. Das Drama nimmt uns mit und überrascht immer wieder. Wie würden wir handeln? Die großartige Kamera von Daniela Knapp folgt ganz nah den Bewegungen der Schauspieler und entwickelt einen Sog, unterstützt von einen präzisen Schnitt und einem originellen Musikeinsatz und Sound Design. Der schöne Film überzeugte uns als Gesamtkunstwerk.“

Europäische Kino-Koproduktion: Sibel

„‘Sibel‘ folgt einem sehr mutigen produzentischen Konzept mit einer Hauptdarstellerin, die sich ohne Sprache vermitteln muss, überwiegend on Location, in abgelegenen Landschaften gedreht, jedes Klischee vermeidend. ‚Sibel‘ wird in großen wunderschönen Kinobildern und in betörend schönen Landschaften erzählt. ‚Sibel‘ bringt eine außergewöhnlich starke Frauenfigur zum Leuchten. ‚Sibel‘ macht Spaß und am Ende pfeift sie auf jede Konvention. ‚Sibel‘ ist große Kinounterhaltung.“

Deutsche Fernsehproduktion: Aufbruch in die Freiheit

„…Es kommt hier alles Entscheidende zusammen: Eine gute Idee, eine packende Geschichte, pointierte Dialoge (…), eine kraftvolle Inszenierung und brillante Schauspieler. Die Produzentin und ihre Mitstreiter*innen schildern das Schicksal der Frauen (…) und den historischen Konztext mit Wucht, höchst glaubhaft, atmosphärisch genau und unter Verzicht auf alles Nebensächliche.“

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Pressestelle Behörde für Kultur und Medien – Stadt Hamburg

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