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Hamburg – Schulbehörde plant neue Grundschule am Sinstorfer Weg

Sinstorf: Ehemaliger Standort der Lessing-Stadtteilschule bleibt in schulischer Nutzung – Vereine dürfen Schulsporthalle weiter kostenlos nutzen.

Mittelrhein-Tageblatt - News aus Hamburg - Aktuell -Hamburg – Die Lessing-Stadtteilschule ist umgezogen. Auf dem frei werdenden Schulgelände am Sinstorfer Weg 40 in Sinstorf plant die Schulbehörde eine neue Grundschule. Damit bleibt der ehemalige Schulstandort der Lessing-Stadtteilschule als Schulgelände erhalten. Auch die Vereine dürfen die Schulsporthalle weiter kostenlos nutzen. Außerdem soll auf dem großzügigen Gelände eine Kita entstehen.

Bildungssenator Ties Rabe: „Da in Harburg die Schülerzahlen in den nächsten Jahren weiter ansteigen werden, wollen wir den Schulstandort Sinstorfer Weg auf jeden Fall erhalten. Insbesondere für Grundschüler wollen wir zusätzliche Schulangebote schaffen. Getreu dem Motto ‚Kurze Beine – kurze Wege‘ planen wir deshalb am Sinstorfer Weg 40 eine neue Grundschule.“

Die Lessing-Stadtteilschule ist umgezogen. Ursprünglich hatte die Schule drei Standorte, zuletzt war die Schule auf zwei Standorte – Am Soldatenfriedhof 21 und Sinstorfer Weg 40 – verteilt. Jetzt gibt es nur noch einen Standort: Seit Anfang Februar werden die rund 500 Schülerinnen und Schüler im Neubau auf dem Schulcampus Hanhoopsfeld im Stadtteil Wilstorf unterrichtet. Während die Planungen für den alten Standort Am Soldatenfriedhof bereits seit längerem feststehen – hier soll eine vierzügige Grundschule entstehen – gab es für das leer stehende Schulgebäude am Standort Sinstorfer Weg bislang noch keine Pläne.

Das Schulgelände am Sinstorfer Weg mit seinem großzügigen Grundstück bietet sich hervorragend für Grundschüler an. In den nächsten Wochen und Monaten muss zunächst untersucht werden, ob eine Modernisierung der bestehenden Gebäude möglich ist oder ob ein Abriss und Neubau sinnvoller wäre. Im Falle einer Sanierung könnten die Schulgebäude möglicherweise schon im kommenden Jahr 2020 wieder genutzt werden, im Falle eines Neubaus würde die Schule frühestens zum Schuljahr 2022/23 ihren Betrieb aufnehmen können.

Gute Nachrichten gibt es auch für die örtlichen Sportvereine: Die beiden zur Schule gehörenden Sporthallen am Sinstorfer Weg – eine Einfeldhalle und eine Gymnastikhalle – stehen auch nach dem Auszug der Lessing-Stadtteilschule dem Vereinssport zur kostenlosen Nutzung zur Verfügung. Da die bewegliche Ausstattung der Halle, Sportgeräte etc., als Eigentum der Schule mitumgezogen ist, müssen nun Gespräche mit Vereinsvertretern und Vertretern des Bezirksamts Harburg über die Ausstattung der Halle wie auch über die Vergabe der Hallenzeiten geführt werden. Möglicherweise können Sportgeräte aus anderen Hallen entliehen werden.

Hintergrund: Hamburgweit steigen die Schülerzahlen. Bis 2030 werden voraussichtlich 25 Prozent mehr Schüler die Schulbank drücken als heute. Dafür werden neue Schulen gegründet, Raumreserven bestehender Schulgebäude besser genutzt und zahlreiche Schulen erweitert. Auch in Harburg läuft der Schulbau auf Hochtouren. Mehrere große Bauprojekte wurden – und werden – in Hamburgs südlichstem Bezirk realisiert. Das Friedrich-Ebert-Gymnasium beispielsweise hat eine neue Sporthalle und Kantine bekommen, die Schule Gumbrechtstraße einen Neubau mit Klassenräumen, Sporthalle und Kantine, und auch die Goetheschule Harburg bekommt einen Neubau. Allein für die Neubauten auf dem Schulcampus Hanhoopsfeld mit Pausenhalle und Mensa, die auch vom benachbarten Alexander-von-Humboldt-Gymnasium genutzt wird, investiert die Stadt rund 37 Millionen Euro. Insgesamt fließen im Harburger Kerngebiet rund 71 Millionen Euro in Neu- und Umbaumaßnahmen.

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Behörde für Schule und Berufsbildung – Stadt Hamburg

 

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