Hamburg – Verbesserungen für Empfängerinnen und Empfänger von Sozialleistungen: Sozialbehörde übernimmt Kosten für höhere Mieten    

Mittelrhein-Tageblatt - News aus Hamburg - Aktuell -Hamburg – Die Angemessenheitsgrenzen legen fest, bis zu welcher Höhe Mieten und vergleichbare Kosten für Unterkünfte für Leistungsberechtigte nach den Sozialgesetzbüchern II und XII sowie nach dem Asylbewerberleistungsgesetz übernommen werden können. Auf der Grundlage des aktuellen Mietenspiegels wurden diese Grenzen nun angepasst.

Der Maßstab einer angemessenen Miete ist die Bruttokaltmiete, die zum einen die Kaltmiete und zum anderen Betriebskosten umfasst. Wasserkosten sind nicht enthalten, da für deren Festsetzung im Rahmen der Angemessenheitsprüfung noch keine ausreichenden Datenerhebungen vorliegen. Heizkosten werden in Hamburg grundsätzlich gesondert übernommen.

Angemessenheitsgrenzen für Bruttokaltmieten

(ohne Wasser- und Heizkosten) ab dem 1. März 2018

HaushaltsgrößeAktuelle AngemessenheitsgrenzeNeue AngemessenheitsgrenzeSteigerung
1 Person463,50 Euro481,00 Euro+ 3,8 %
2 Personen556,20 Euro577,20 Euro+ 3,8 %
3 Personen681,75 Euro696,75 Euro+ 2,2 %
4 Personen772,65 Euro789,65 Euro+ 2,2 %
5 Personen987,46 Euro1.035,96 Euro+ 4,9 %
6 Personen1.109,62 Euro1.164,12 Euro+ 4,9 %
Jede weitere Person122,16 Euro128,16 Euro+ 4,9 %

 

Derzeit übernimmt Hamburg für rund 231.000 Leistungsberechtigte nach dem SGB II und SGB XII sowie für ca. 8.400 Leistungsberechtigte nach dem Asylbewerberleistungsgesetz die Kosten für Miete und Heizung. Das entspricht rund 148.000 Haushalten. Die Aufwendungen hierfür betrugen 2017 rund 737 Millionen Euro.

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Behörde für Arbeit, Soziales, Familie und Integration – Hamburg
Marcel Schweitzer, Pressesprecher

 

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