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Hannover – Landeshauptstadt startet Offensive gegen Antisemitismus

Nachrichten-aus-Hannover-Aktuell-Hannover (NI) Jüdische Menschen sind immer noch Opfer von antisemitischen Übergriffen. Dagegen vorzugehen ist eine Aufgabe, der sich auch die Landeshauptstadt Hannover verpflichtet sieht. Im November 2017 wurde die Verwaltung durch den Rat beauftragt, eine Offensive gegen Antisemitismus zu entwickeln. Die Stelle für Demokratiestärkung und gegen Rechtsextremismus (SDR) der Landeshauptstadt startet die Offensive heute (29. Januar) und morgen (30. Januar) mit einer Tagung zum Thema Antisemitismus in der Gesellschaft. Sie findet im Neuen Rathaus statt und richtet sich an Fachkräfte und Multiplikator*innen.

„Weder in Hannover noch anderswo in Deutschland darf es Platz für Antisemitismus geben! Hannover setzt mit der Offensive gegen Antidiskriminierung ein deutliches Zeichen gegen Hass, Verfolgung und Diskriminierung jedweder Art. Wir streben eine diskriminierungsfreie und weltoffene Stadt an, eine Stadt, in der Menschen aller Religionen und unabhängig von religiöser, kultureller oder ethnischer Herkunft als gute Nachbarn miteinander leben“, erklärte Oberbürgermeister Stefan Schostok.

Hintergrund für die Offensive der Landeshauptstadt ist der nach wie vor in allen Bevölkerungsgruppen verbreitete Antisemitismus. Die Referent*innen beleuchten im Rahmen der Tagung den Antisemitismus in seinen Erscheinungsformen – in Schulen, im Alltag, in Kirche und Medien – und geben Anregungen, wie man ihm zum Beispiel mit gezielter Jugendarbeit und Erinnerungskultur entgegentreten kann. Daneben plant die Landeshauptstadt, eine Meldestelle für antisemitische Vorfälle nach dem Vorbild der Recherche- und Informationsstelle Antisemitismus Berlin (RIAS) einzurichten.

Dr. Felix Klein, Beauftragter der Bundesregierung für jüdisches Leben in Deutschland und den Kampf gegen Antisemitismus, der an der Pressekonferenz teilnahm und bei der Tagung spricht, verdeutlichte: „Die Initiative der Stadt Hannover zu einer ‚Offensive gegen Antisemitismus‘ begrüße ich sehr. Eine eigene Meldestelle für antisemitische Vorfälle ist ein wichtiger Baustein für unser Ziel, bundesweit ein dezentrales Netzwerk für Opferberatung zu schaffen. Auf Bundesebene fördere ich dazu als Schirmherr den Bundesverband RIAS/ Recherche- und Informationsstellen Antisemitismus, der im Februar seine Arbeit aufnehmen wird. Es freut mich sehr, dass die Stadt Hannover heute ein starkes Zeichen gegen Antisemitismus setzt!“

Als verantwortliche Dezernentin sagt Konstanze Beckedorf: „Ich freue mich, dass wir mit dem Expert*innenkreis so viele verschiedene Menschen aus der Stadtgesellschaft zusammenbringen können, die alle eines unterstreichen wollen: Hannover ist ein Ort der Vielfalt und der Freiheit. Wir möchten aus der Verwaltung heraus unseren Beitrag dazu leisten und mit der Tagung und der Meldestelle ein bewusstes Zeichen für Menschenrechte setzen.“

Der Expert*innenkreis der Offensive gegen Antisemitismus tritt für ein offenes Miteinander in Hannover ein. Ziel ist es, die Stadtgesellschaft in ihren demokratischen Strukturen und in ihrer Offenheit für die Vielfalt der Herkunft, Religionen und Lebensstile zu stärken.

Im Expert*innenkreis arbeiten Vertreter*innen der Liberalen Jüdischen Gemeinde Hannover, der Jüdischen Gemeinde Hannover, der Deutsch-Israelischen Gesellschaft Hannover, der WerteInitiative e.V., der Gedenkstätte Ahlem, der Region Hannover, der Amadeu Antonio Stiftung Hannover, des Fachbereiches Soziales (Migration und Integration) der Landeshauptstadt Hannover und der Hochschule Hannover, Soziale Arbeit. Des Weiteren ist Dr. Ursula Rudnick Teil des Expert*innenkreises.

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Die Pressemitteilung im Original finden Sie unter: www.presseservice-hannover.de

 

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