Frankfurt am Main – Deutsch-Israelischer Freundschaftstag im Römer: Peter Feldmann wirbt für Frieden, Toleranz und gegenseitiges Verstehen

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Gruppenbild: OB Peter Feldmann mit Sandra Simovich, Emily Karpel, Julian-Chaim Soussan und Akteuren anderer Institutionen – Foto: Stadt Frankfurt

Frankfurt am Main – (ffm) Israel und Deutschland: Beide Staaten verbindet eine Geschichte, die dunkler kaum sein könnte.

Und doch teilen sie dieselben Werte und Ziele. Israel und Deutschland sind seit Jahrzehnten freundschaftlich verbunden, aller Gräuel zum Trotz. „Zwischen Frankfurt und seiner Partnerstadt Tel Aviv wird diese Freundschaft besonders aktiv gelebt. Mehr als 180 Austauschprojekte allein in den vergangenen neun Jahren beweisen es“, sagte Oberbürgermeister Peter Feldmann anlässlich des Deutsch-Israelischen-Freundschaftstags, der am Donnerstag, 3. Mai, auf Einladung der Stadt und Sandra Simovichs, der israelischen Generalkonsulin, mit rund 300 Gästen im Römer gefeiert wurde.

Dieses Jahr gab es doppelten Anlass zur Freude, denn Israel begeht derzeit das 70-jährige Jubiläum seiner Gründung. „Es ist ein moderner, pulsierender Staat, der sich durch Pioniergeist, Kreativität und Multikulturalität auszeichnet – und gleichzeitig auf eine 3500 Jahre alte jüdische Geschichte zurückblickt“, sagte Feldmann.

Den Fokus auf die jüngere Historie Israels richtete die Ausstellung „70 Posters“, die zum Freundschaftstag in den Römerhallen gezeigt wurde. Die Frankfurter Grafikdesignerinnen Sara Neuman und Henrietta Singer haben dafür Plakate israelischer Grafiker aus sieben Dekaden – jedes steht für ein Jahr in der Historie des Staates – zusammengetragen. Bis zum 10. Mai kann man die Schau besichtigen.

Israelisches Lebensgefühl und Lebensfreude, für die Frankfurts Partnerstadt ja geradezu legendär ist, brachte Emily Karpel mit ihrer Band in den Römer. Der Frankfurter DJ Stefan Hantel alias Shantel holte die angesagte Indie-Pop-Musikerin aus Tel Aviv für die musikalischen Intermezzi des Deutsch-Israelischen-Freundschaftstag nach Frankfurt, bevor er zum Ende der Veranstaltung selbst auflegte.

„Freundschaft und gegenseitiges Verständnis, die Hoffnung auf eine friedliche Zukunft – sie sind die Mittel, um die Spirale aus Hass, Gewalt und Angst zu durchbrechen. Die Städte Frankfurt und Tel Aviv haben vor 38 Jahren einen Vertrag geschlossen, in dem Bestreben, dauerhaft Freundschaft zu schließen“, sagte der Oberbürgermeister, der im Kaisersaal auch die Teilnehmerinnen und Teilnehmer des Besuchsprogramms für Nachkommen von jüdischen sowie religiös oder politisch verfolgten ehemaligen Frankfurtern begrüßte.

„Wir dürfen nicht aufhören, für Frieden, Toleranz und gegenseitiges Verstehen zu werben. Der Tag der Deutsch-Israelischen Freundschaft ist ein starkes Signal dafür – jedes Jahr aufs Neue“, bekräftigte Feldmann.

 

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