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Kaiserslautern – Färber: „Gesellschaft muss eine würdige Pflege ermöglichen“ – Stadt und Kreis laden zum Pflegedialog

Mittelrhein-Tageblatt - Deutsches Tageblatt - News - Kaiserslautern -Kaiserslautern – Vor dem Hintergrund der demografischen Entwicklung ist das Thema „Fachkräftesicherung in der Pflege“ überaus bedeutsam. Gemeinsam mit dem Ministerium für Soziales, Arbeit, Gesundheit und Demografie (MSAGD) haben die Stadt und der Landkreis Kaiserslautern heute zum regionalen Pflegedialog eingeladen.

Im Rahmen der Vereinbarung der Fachkräftesicherung, die im Herbst letzten Jahres unterzeichnet wurde, sollen beispielsweise die Zahl der Auszubildenden in den Pflegeausbildungen weiter steigen, die Öffentlichkeitsarbeit für die Pflegeberufe gezielt weiterentwickelt werden, die Vereinbarkeit von Familie und Beruf gefördert und Pflegefachkräfte aus dem Ausland gewonnen und dauerhaft in den hiesigen Pflegearbeitsmarkt integriert werden. „Um solche Ziele zu erreichen, sind die Unterstützung und die Kreativität der Akteure hier vor Ort notwendig“, berichtet der Beigeordnete und Sozialdezernent Joachim Färber. Erster wichtiger Schritt dabei sei, die Rahmenbedingungen zu ändern, so dass in der Gesellschaft eine würdige Pflege ermöglicht werden kann.

„Die Pflegekräfte müssen wertgeschätzt werden. Dazu können wir alle beitragen. Sie üben ihren Beruf mit viel Engagement und Idealismus aus. Aufgrund des Mangels von Pflegekräften kommt es regelmäßig zu Überlastungen und Überforderungen. Wir müssen ehrlich mit dem Thema umgehen“, sprach Färber vielen Teilnehmern aus der Seele. Dies bedeute, so Färber weiter, dass beispielsweise die Beiträge zur Pflegeversicherung erheblich erhöht werden müssten oder durch Steuerfinanzierung Spielräume entstehen, um den Pflegekräften eine angemessene Bezahlung für ihre Leistung zu gewähren.

Dies setzt aber das Bewusstsein in der Gesellschaft voraus, dass die Pflege von Menschen einen anderen Stellenwert hat, als die Produktion von Gütern. Das heißt, der Dienst am Menschen müsste mindestens so entlohnt werden, wie die Industrietätigkeit. „Ich weiß eine provokante Meinung, aber erst dann, wenn wir uns dies klar machen, wird es genügend Menschen geben, die eine menschenwürdige Pflege ermöglichen und auch genügend Zeit für die Bedürfnisse der Menschen haben“, bekräftigte der Beigeordnete. Bei dem Thema Pflege, Pflegenotstand geht es um unsere Werte. Der Mensch, das heißt, die Pflegekräfte und die zu Pflegenden müssen in den Mittelpunkt gerückt werden, so Färber abschließend.

In der Veranstaltung wurden dann Schwerpunkte für Fachkräftesicherungsaktivitäten in der Region definiert und konkrete Vereinbarungen zur Umsetzung dieser Aktivitäten in den kommenden Jahren getroffen. Unterstützung erhielten die Teilnehmer durch das
Institut für Wirtschaft, Arbeit und Kultur (IWAK) der Goethe-Universität Frankfurt am Main

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