Koblenz – Hochwasserschutz für Lützel, Neuendorf und Wallersheim – Spatenstich Los 8: Ertüchtigung des Deiches und Sanierung des Pumpwerks an der Bleiche

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Die Kosten belaufen sich auf rd. 3.735.000 € (brutto). Davon tragen das Land 2.710.000 €, die Stadt Koblenz 300.000 € und der Eigenbetrieb Stadtentwässerung 725.000 €.
Das Foto zeigt v.l. Staatssekretär Griese, Präsident der SGD Nord Dr. Ulrich Kleemann, OB Hofmann-Göttig, Baudezernent Bert Flöck und Bernd Sonntag, Geschäftsführer des gleichnamigen Bauunternehmens. – Foto: Stadt Koblenz

Koblenz – Nach den Neubaumaßnahmen des Hochwasserschutzes für die Stadtteile Lützel, Neuendorf und Wallersheim erfolgt nun im Anschluss die Sanierung der bestehenden Anlagenteile. Dabei handelt es sich um die Sanierung eines Pumpwerkes und die Ertüchtigung von zwei Deichabschnitten die Ende der 1920er Jahre errichtet wurden. Die Bauarbeiten wurden heute mit dem symbolischen ersten Spatenstich begonnen.

Oberbürgermeister Prof. Dr. Joachim Hofmann-Göttig freute sich, dass für die drei Stadtteile der Hochwasserschutz einsatzbereit sei. Die Nachfrage nach Immobilien habe in dem Bereich angezogen, denn die Sorge vor Hochwasser sei gesunken. Auch Staatssekretär Dr. Thomas Griese hat diese Beobachtung gemacht, dass die öffentlichen Investitionen private nachzögen.

Das Pumpwerk und die Deiche sind Bestandteil des Hochwasserschutzes für die drei Stadtteile. Das Pumpwerk dient, bei einem Starkregenereignis der Ableitung des Misch- und Oberflächenwassers im Hochwasserfall, in die Mosel. Im Zuge der Planungen des Gesamtprojektes wurde auch die Ertüchtigung des Pumpwerkes und der Deiche 2008 planfestgestellt.

Die wesentlichen Arbeiten konzentrieren sich bei dem Pumpwerk auf den Austausch der Maschinen- und Elektrotechnik sowie die Sanierung des Pumpwerksgebäudes und dessen Erweiterung. Zudem werden die Zu- und Ableitungen des Pumpwerks sowie die Anbindung der örtlichen Binnenentwässerung an die aktuelle Situation angepasst. Dazu muss beispielsweise die Druckleitung vom Pumpwerk in die Mosel erneuert werden. Dies bedingt die Herstellung eines umfangreichen und aufwendigen Doppelschieberschachtes. Dieser wird bis in eine Tiefe von rund 11 m durch eine überschnittene sowie rückverankerte Bohrpfahlwand, in Kombination mit einer Spundwand umschlossen. Die beengte Lage zwischen Eisenbahnbrücke und Pumpwerk erschweren zudem noch die Arbeiten.

Ein weiterer Teil der Maßnahme ist die Ertüchtigung des Hochwasserschutzdammes zwischen der Europa- und der Eisenbahnbrücke sowie zwischen der Eisenbahn- und der Balduinbrücke. Eine Überprüfung der Standsicherheit nach den aktuellen technischen Regelwerken hat ergeben, dass der Deich den heutigen Anforderungen an Deichbauwerke nicht mehr gerecht und dass hier mittelfristig Handlungsbedarf besteht. Die Sanierung der Deiche erfolgt durch das Einbringen einer Stahlspundwand bis in eine Tiefe von rd. 9 m.

Die Planung erfolgte durch die Ingenieurgemeinschaft Björnsen Beratende Ingenieure, Koblenz und das Ingenieurbüro Fischer, Erftstadt.
Bauleitung und Bauüberwachung erfolgen durch die Stadt Koblenz.

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Text: Stadt Koblenz

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