Koblenz – Stadtteil im Schockzustand: Netto will in der Roonstraße die Türen schließen – Profit geht vor Bedürfnisse der Anwohner

Anwohner bleiben auf der Strecke!

Netto will in der Roonstraße die Türen schließen – Foto: Dagmar Geisbüsch

Koblenz – Netto macht dicht! Mit sehr großer Bestürzung haben die Bewohner des Umfeldes der Roonstraße in Koblenz durch einen Artikel in der Rhein-Zeitung Kenntnis bekommen, dass die Nettofiliale in der Roonstrasse zum 11.2.2017 schließt.

Obwohl zunächst die Rede davon war das genau diese Filiale zu einer modernen City Filiale umgebaut werden soll. Dieses Verhalten von Konzernen ist leider zur gängigen Praxis geworden. Hier geht es natürlich wieder um Gewinnmaximierung. Der Verbraucher / Kunde bleibt hier wieder „auf der Strecke“.

Diese Schließung bedeutet für die Anwohner in diesem Bereich von Koblenz, sowie die Bewohner der Goldgrube, der bekanntlich ein sozialer Brennpunkt der Stadt Koblenz ist, dass sie in Zukunft keine Einkaufsmöglichkeit in der näheren Umgebung mehr haben werden.

Die Anwohner sind verzweifelt und wissen nicht wie sie nach der Schließung ihren täglichen Einkauf bewältigen sollen, denn bei den meisten Kunden dieser Filiale handelt es sich um ältere Menschen, gehbehinderte , sozial schwache Familien und Kunden die auf ihre Rentnerkarre angewiesen sind und somit keine weiten Wege schaffen.

Die meisten der Anwohner sind schon sehr viele Jahre treue Kunden, die Filiale wurde im Jahre 1981 noch als „Plus“ eröffnet und ist aus dem Stadtteil nicht weg zu denken.

Die Schließung der Filiale wäre ein sehr großer Verlust die Anwohner, sie müssten mit einem Taxi zum Einkaufen fahren. Wer von den Anwohnern kann sich das mit schmalem Geldbeutel schon leisten???

Für die Anwohner ist diese Filiale auch etwas „Besonderes“, denn sie wurde für sie zu einem Ort der großen Menschlichkeit, an dem sie wie Kunden und nicht als Ware behandelt werden. Ebenso muss erwähnt werden, es handelt es sich hier um einen Ort der schon als Stadtteiltreffpunkt bezeichnet werden könnte. Ein Ort des sich Treffens um miteinander ins Gespräch zu kommen. So dass die Menschen jeden Tag dort gerne ihren Einkauf erledigen.

Diese Filiale steht für die Nahversorgung der Anwohner. Die Schließung würde eine nicht zu schließende Lücke in der Daseinsversorgung in dem Stadtteil bedeuten.

Auch ist zu erwähnen, dass spezielle Kundenwünsche soweit möglich gerne von dem Markt-Personal erfüllt werden und es eine große Auswahl an vegetarischen und veganen Lebensmittel für die Beschäftigten der Büros gibt die oft schon vor der Arbeit in dem Laden einkaufen und dieses zu schätzen wissen.

Nur was können die Anwohner machen? Schreiben Sie uns unter info@www.reserve.mittelrhein-tageblatt.de wenn Sie Ideen haben, was man machen könnte (Demo, Sitzblockade etc.) um die Geschäftsleitung der „Netto“ dazu zu bewegen, diesen Standort zu erhalten und vielleicht doch noch zu einer modernen City Filiale zu machen.

Die Zeit wird KNAPP!!!

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Text: Dagmar Geisbüsch und Mittelrhein-Tageblatt

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