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Amtsapothekerin Birgit Habbes. Foto: Kreis Unna

Kreis Unna (NRW) – (PK) Diabetiker sollten sich gut auf eine Reise vorbereiten, dann steht einem nahezu unbeschwerten Urlaubsvergnügen nichts im Weg. „Unterschiedliche Zeitzonen und Hitze können sich auf Blutzucker und Medikamente auswirken“, sagt Amtsapothekerin Birgit Habbes und rät, den Blutzucker unterwegs häufiger zu messen.

Weil ein Flug und eine neue Umgebung Stress für den Körper bedeuten, kann sich das Blutzuckerniveau im Urlaub von dem zu Hause gewohnten unterscheiden. Um auf Nummer sicher zu gehen, sollten Diabetiker daher ihre Blutzuckerwerte im Urlaub alle drei Stunden (auch während eines Fluges) kontrollieren.

Um eine Unterzuckerung (Hypoglykämie) zu vermeiden, wird empfohlen, während einer Reise etwas höhere Blutzuckerwerte in Kauf zu nehmen. Amtsapothekerin Habbes: „Die Dosis des Mahlzeiten-Insulins sollte aus diesem Grund um 20 Prozent reduziert werden.“



 

Am ersten Abend am Urlaubsort sollte der Blutzucker vor dem Schlafengehen unbedingt gemessen werden, denn die größte Gefahr der Unterzuckerung besteht in der ersten Nacht. Diabetiker, die mit einer Insulin-Pumpe versorgt sind, müssen die Basalrate nicht ändern, sondern lediglich die Uhrzeit der Pumpe an die aktuelle Ortszeit anpassen.

Wer auf Insulin angewiesen ist, sollte es richtig lagern. Insulin ist temperaturempfindlich, daher gilt es, Temperaturen über 40 Grad ebenso zu meiden wie Temperaturen unter 4 Grad. Auf Flugreisen gehören die Medikamente ins Handgepäck. Wer Insulin und Spritzen mit sich führt, sollte allerdings für Grenzkontrollen eine ärztliche Bescheinigung dabei haben.

Stichwort Zeitverschiebung: Bei Reisen in West-Ost- oder Ost-West-Richtung über mehrere Zeitzonen müssen Diabetiker die Insulinapplikation unter Umständen anpassen. Wer sich hier unsicher ist, sollte vor Reisebeginn seinen Arzt oder Apotheker um Rat fragen.

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Text: Kreis Unna | Presse und Kommunikation | Friedrich-Ebert-Straße 17 | 59425 Unna

 

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