Mainz – Der Meister, Mainz und Margarita

Das LyrikLabor feiert Michail Bulgakow mit einem literarischen Panoptikum in der Mainzer Altstadt

Meister_und_Margarita

Der Meister, Mainz und Margarita – Fotograf: LyrikLabor e. V.

Mainz – (gl). Ein Lesespaziergang, eine Romanbesichtigung, eine multimediale Feier der Literatur und des freien Wortes – es fällt nicht leicht zu beschreiben, was das Mainzer LyrikLabor da mit Michail Bulgakows berühmten Roman „Meister und Margarita“ vorhat.

Doch so viel ist klar: Am Sonntag, dem 9. April liegt Moskau am Rhein. Für diesen einen Abend verwandeln sich Lokale, Privat- und Geschäftsräume rund um den Hopfengarten in der Mainzer Altstadt in die Handlungsorte des Textes. Auf sechs verschiedenen Routen können die Besucherinnen und Besucher des „literarischen Panoptikums“ dann Mosaike aus Bulgakows Welt entdecken. Im Zentrum steht dabei der Romantext, der in sechs performativen Kurzlesungen zum Klingen gebracht wird. Diese werden vom Publikum in jeweils unterschiedlicher Reihenfolge durchlaufen.

„Wir wollten die Geschichte nicht chronologisch erzählen, sondern unseren Besucherinnen und Besuchern die Möglichkeit geben, in die Welt des Romans einzutauchen“, sagt Ina Weckop, die die verschiedenen Reiserouten ausgetüftelt hat. „Wie bei all unseren Aktionen wären wir am Glücklichsten, wenn die Besucher im Anschluss das Bedürfnis haben, die Nase selbst in ein Buch zu stecken“, ergänzt Kerstin Rüther, Mitbegründerin des LyrikLabors im Jahr „Mainz – Stadt der Wissenschaft 2011“.

Wer das LyrikLabor kennt, weiß, dass sich der interdisziplinäre Kulturverein selten mit einem Medium begnügt. So haben diesmal unter anderem auch tanz-mainz-Ensemblemitglied Alessandra Corti und Klangkünstlerin Nathalia Grothenhuis einen Auftritt. Außerdem wird der Abend durch kulinarische Beiträge der teilnehmenden Kooperationspartner bereichert.

„Wir nennen uns das LyrikLabor, ich weiß“, sagt Bühnenbildnerin Susanne Maier-Staufen, Vorstandsvorsitzende des seit 2011 bestehenden Mainzer ›Instituts für angewandte Poesie‹. „Aber wir hatten einfach große Lust auf diesen Text.“

Alle Informationen auch unter www.lyriklabor.de und Facebook.com/LyrikLabor

Meister und Margarita. Ein literarisches Panoptikum
Sonntag, 9. 4. 2017, 17 Uhr
Altstadt, Mainz, Startpunkt: Leininger Hof (Kappelhofgassse 2-4)
10 € / 7 € (voraussichtlich keine Abendkasse; die Teilnehmerzahl
Ist begrenzt.)

Kartenvorverkauf:
Die Gute Stube,
Hopfengarten 10
55116 Mainz

Über ›Meister und Margarita‹

Der Teufel sucht Moskau heim, ein bürokratisches und totalitäres Moskau. Mit seinem Gefolge führt er die Habgier der Einwohner vor, straft unbarmherzig und mit bissigem Humor. Durch das lustig-schaurige Chaos streifen zwei Menschen auf der Suche nach dem richtigen Leben im falschen: der Meister und Margarita. Michail Bulgakows Roman ›Meister und Margarita‹ ist eine scharfe Satire auf ein totalitäres Regime und zugleich eine Parabel von Schuld und Vergebung. Geschrieben in den zwanziger und dreißiger Jahren, wurde der Roman erst 1966 veröffentlicht und hat seitdem den Status eines Kultbuchs nicht verloren.

Über das LyrikLabor
Im LyrikLabor arbeiten Künstlerinnen und Literaten, Gestalter und Wissenschaftlerinnen gemeinsam daran, Poesie in Bilder zu übersetzen und Worten Räume zu geben. Gemeinsam konzipieren und realisieren wir ungewöhnliche Ausstellungsprojekte, die zum Teil überregional Beachtung gefunden haben. Ausgangspunkt war dabei eine durch das Jahr „Mainz – Stadt der Wissenschaft 2011“ angestoßene Kooperation zwischen der Johannes Gutenberg-Universität Mainz und der Hochschule Mainz. Inzwischen ist das LyrikLabor weitergewachsen: Als gemeinnütziger Verein hat es sich für neue Impulse geöffnet.

Kooperationspartner und Mitveranstalter
Academia Esañola Mainz, DER GRÜNE SALON, Die Gute Stube, Leininger Hof, schönschräg, vox humana, Weinhaus Michel, Kiepenheuer und Witsch

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Herausgeber:
Stadtverwaltung Mainz
Pressestelle | Kommunikation (Hauptamt)
Marc André Glöckner, Pressesprecher der Stadt Mainz
Jockel-Fuchs-Platz 1
55116 Mainz

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