Mainz – Dr. Sylvia Groß (AfD): Drohender Ärztemangel jetzt auch in den Städten offenbart strukturelle Mängel

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Dr. Sylvia Groß – Foto: AfD

Mainz – Die Kassenärztliche Vereinigung Rheinland-Pfalz (KV) hat davor gewarnt, dass der Mangel an Ärzten in den kommenden Jahren auch in den Städten deutlich zu spüren sein werde. Alleine der altersbedingte Nachbesetzungsbedarf in der ambulanten ärztlichen Versorgung in Rheinland-Pfalz bis 2022 liege bei rund 60 Prozent. Allenfalls die Hälfte der benötigten Ärzte komme laut KV in diesem Zeitraum neu ins System.

Dazu Dr. Sylvia Groß, Gesundheitspolitische Sprecherin der AfD-Fraktion: „Berücksichtigt man, dass zwei Ausscheidende Ärzte durch drei junge Mediziner ersetzt werden müssen, liegt der Nachbesetzungsbedarf sogar bei 90 Prozent. 90 Prozent in etwas mehr als drei Jahren – das ist unter den derzeitigen Rahmenbedingungen schlichtweg nicht zu leisten.“

Groß weiter: „Dass vom Ärztemangel nicht alleine der ländliche Raum betroffen ist, macht deutlich, dass die Probleme hier nicht ausschließlich in der sträflichen Vernachlässigung des ländlichen Raumes begründet sind, sondern auch in der Struktur unseres Gesundheitssystems insgesamt. Es geht nicht mehr nur darum junge Mediziner für den ländlichen Raum zu begeistern, sondern darum, sie überhaupt für eine ambulante ärztliche Tätigkeit zu gewinnen. Ganz offensichtlich fehlt es dieser an der notwendigen Attraktivität.“

Groß abschließend: „Deshalb sind die Forderungen der KV nach einem Ende der Budgetierung und der Zulassungsbeschränkung richtig. Wir können uns dem nur mit allem Nachdruck anschließen – zum Wohle der Patienten. Bundes- und Landesregierung müssen hier schnell handeln, wenn das System nicht, wie es die KV befürchtet, kippen soll.“

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