Mainz – Zeitzeugenbericht: Die Umkehr eines überzeugten Nationalsozialisten

Eckehardt Dietrich

Eckehardt Dietrich – Foto: Freigegeben – Stadt Mainz

Mainz – Zeitzeugenbericht: (gl) Auf Einladung der Stadtbibliothek und der Konrad-Adenauer-Stiftung e. V. Mainz gibt der Zeitzeuge Eckehardt Dietrich am Mittwoch, den 01. Februar 2017 um 18.30 Uhr Einblick in seine Familiengeschichte.

„Übrig blieben Scherben“ heißt das Buch, in dem Dietrich die Geschichte seines Vaters, eines SA-Funktionärs, schildert: Auf lokaler Ebene ist sein Vater zunächst ein Verfechter der Ideologie, doch die innige Freundschaft zu seinem jüdischen Schulkameraden Jakob lässt Zweifel an Rassismus und Antisemitismus in ihm aufkeimen. Als sein Schulfreund nach der Reichspogromnacht aus Deutschland fliehen muss, leistet Zabel als Zollbeamter aktive Fluchthilfe.

Immer stärker werdende Zweifel am NS-Regime, und der Druck seiner politischen Verpflichtungen setzten ihm zu. Trotzdem hilft er weiteren Juden bei der Flucht aus Deutschland und gerät selbst ins Fadenkreuz der Gestapo. Dies bleibt auch für seinen Sohn, Eckehardt Dietrich, nicht ohne Folgen. Auf Anordnung des Reichsführers der SS, Heinrich Himmler, musste er ab dem 8. Lebensjahr eine Heimschule der SS, genannt SS-Kadettenanstalt, besuchen.

Eckehardt Dietrich (*1935), der unter dem Synonym Maximilian Harding schreibt, erzählt in seinem Roman als mittelbarer Zeitzeuge die Geschichte seines Vaters und stützt sich dabei auf tatsächliche biografische Daten. Der Autor lebt seit 1969 in Mainz. Er war zuletzt als Präsident einer Sicherheitsbehörde tätig.

Eine Veranstaltung der Wissenschaftlichen Stadtbibliothek Mainz und der Konrad-Adenauer-Stiftung e. V. Mainz anlässlich des Gedenktages an die Opfer des Nationalsozialismus am 27. Januar 2017.

Der Eintritt ist frei.
Kleiner Tipp: Dieses Buch kann auch BESTELLT werden!

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Herausgeber:
Stadtverwaltung Mainz
Pressestelle | Kommunikation (Hauptamt)
Marc André Glöckner, Pressesprecher der Stadt Mainz
Jockel-Fuchs-Platz 1
55116 Mainz

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