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Niedersachsen – Umwelt: Rund 1 Million Euro für mehr Artenvielfalt in Niedersachsen Umweltminister Lies und Landwirtschaftsministerin Otte-Kinast geben Startschuss für Biodiversitätsprojekte

Mittelrhein-Tageblatt - Top-News24 - Umweltmagazin -Niedersachsen / Hannover – Umwelt: Gemeinsam mit der Vorstandsvorsitzenden der Niedersächsischen Bingo-Umweltstiftung Sigrid Rakow und dem Vorstandsvorsitzenden der Stiftung Kulturlandpflege Hans-Heinrich Ehlen haben Landwirtschaftsministerin Barbara Otte-Kinast und Umweltminister Olaf Lies den Startschuss für ein neues Projekt für mehr Artenvielfalt in der Landwirtschaft gegeben. Mit insgesamt 480.000 Euro unterstützt die Bingo-Umweltstiftung das Projekt „Förderung der Artenvielfalt und Biotopvernetzung in der Agrarlandschaft Niedersachsen“ (oder kurz FABiAN) der Stiftung Kulturlandpflege.

Außerdem stellt das Land Niedersachsen zusätzliche Fördergelder für ökologische Maßnahmen zur Verfügung. Während das Bingo-Projekt sich vor allem um Blühflächen und ökologische Maßnahmen in der Agrarlandschaft einsetzt, unterstützt das Umweltministerium in Höhe von 500.000 Euro Maßnahmen, die auf die Stärkung der Biodiversität in Städten und Dörfern abzielen und zur Verbesserung der Lebensbedingungen von Wildbienen beitragen.

Umweltminister Olaf Lies: „Artenvielfalt macht unser Land lebenswert und Insekten spielen dabei eine Schlüsselrolle. In den vergangenen Jahrzehnten hat sich die Zahl der Arten und die Menge jedoch drastisch reduziert. So gelten in Deutschland z.B. bereits mehr als die Hälfte der fast 600 Wildbienenarten als gefährdet und viele andere Insektenarten sind zum Teil völlig verschwunden. Davor dürfen wir nicht länger die Augen verschließen. Jeder einzelne kann einen Beitrag dazu leisten. Natur fängt im eigenen Garten, aber mit Kiesbeeten und Mährobotern erreichen wir leider genau das Gegenteil. Wir leisten mit zunächst rund einer Million Euro einen konkreten Beitrag zu mehr Artenvielfalt. Den Trend umzukehren wird aber weitere Anstrengungen erfordern.“

Landwirtschaftsministerin Barbara Otte-Kinast: „Sehr gerne übernehme ich die Schirmherrschaft für dieses ausgezeichnete Projekt. Ich bin überzeugt, dass eine moderne, leistungsfähige Landwirtschaft auch mit biologischer Vielfalt vereinbar ist. In den letzten zehn Jahren hat sich die Fläche Blühstreifen mehr als verdoppelt. Der Erfolg dieser Agrarumweltmaßnahmen wird getragen von tausenden Landwirten bei uns in Niedersachsen, die alljährlich Blühstreifen aussäen.“

Mit dem Projekt „FABiAN“, das von der Bingo-Umweltstiftung anlässlich ihres 30-jährigen Jubiläums initiiert wurde und die höchste je von der Stiftung bewilligte Einzelsumme erhält, unterstützt die Kulturlandpflege in drei ausgewählten Gemeinden Landwirte bei der Umsetzung von Maßnahmen zum Vertragsnaturschutz und zur Biotopvernetzung. Insgesamt soll so eine Fläche von 150 Hektar über einen Zeitraum von drei Jahren für die Artenvielfalt aufgewertet und zugleich Perspektiven für Nachhaltigkeit entwickelt werden.

„Wir wollen anlässlich unseres 30-jährigen Jubiläums dazu beitragen, die biologische Vielfalt in unserer Kulturlandschaft zu steigern und mit der Landwirtschaft eine Biotopvernetzung zu entwickeln“, begründet Sigrid Rakow die Entscheidung. Dabei weiß sie mit der Stiftung Kulturlandpflege einen erfahrenen Partner an der Seite. „Wir sprechen gezielt Landwirte an, um mit ihnen Verträge zur Umsetzung von Naturschutzmaßnahmen abzuschließen“, erklärt deren Stiftungsvorsitzender Hans-Heinrich Ehlen die konkrete Umsetzung.

Begleitinfo für Pressetermin: Gert Habermann von der Deutschen Ameisenschutzwarte, Landesverband Niedersachsen, hat unter anderem ein Hummelnest und ein Ameisennest als Anschauungsmaterialen sowie als Fotomotive zur Verfügung gestellt.

Die Niedersächsische Bingo-Umweltstiftung fördert Umwelt- und Naturschutzprojekte sowie Projekte zugunsten der Entwicklungszusammenarbeit und der Denkmalpflege. Die Stiftung finanziert sich aus der Glücksspielabgabe und vor allem aus Einnahmen der Bingo-Umweltlotterie. Weitere Informationen unter www.bingo-umweltstiftung.de.


Herausgeber: Nds. Ministerium für Umwelt, Energie, Bauen und Klimaschutz

 

 

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