Oberwesel am Rhein – Gedenkfeier auf Friedhof St. Martin

Zum Volkstrauertag gedachten Oberweseler Bürgerinnen und Bürger den Opfern von Krieg und Terror

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An der Ehrenhalle auf dem Friedhof St. Martin hielt Stadtbürgermeister Jürgen Port seine Ansprache, im Hintergrund die Ehrenwache der Freiwilligen Feuerwehr Oberwesel. Für die musikalische Umrahmung zeichnete das Blasorchester der Kolpingsfamilie Oberwesel sich verantwortlich. – Foto: Freigegeben – Stadt Oberwesel

Oberwesel am Rhein – Am Volkstrauertag gedachten die Einwohner von Oberwesel an der Ehrenhalle auf dem Friedhof St. Martin im Rahmen einer Gedenkstunde den Opfern beider Weltkriege und den Menschen, die Opfer der Kriege, Bürgerkriege, des Terrorismus und der politischen Verfolgung unserer Tage wurden. Wie in all den Jahren hatte dazu die Stadt eingeladen und für die Kirchengemeinde sprach Pastor Manfred Weber das Vater unser mit den Teilnehmern. Umrahmt wurde die Feierstunde von dem Blasorchester der Kolpingsfamilie Oberwesel und der Ehrenwache, die die Kameraden und Kameradinnen der freiwilligen Feuerwehr Oberwesel stellten.

In seiner Ansprache dankte Stadtbürgermeister Jürgen Port den Anwesenden, die mit ihrer Anwesenheit die Erinnerungskultur pflegten und ihren Respekt und ihre Trauer zum Ausdruck brächten. Dabei zeigte er sich angesichts der europaweiten Erstarkung nationalistischer Parteien und radikaler Bewegungen beunruhigt und forderte im Gegenzug als Basis für ein friedliches Miteinander für Demokratie und Freiheit einzutreten. Gerade habe das Allensbach-Institut von einer ungewöhnlichen Konstellation berichtet, wonach es den Bürgern so gut wie lange nicht mehr ginge und trotzdem blickten sie bang nach vorn. Vielleicht sollten wir uns an dieser Stelle bewusst machen: Wir leben in Verhältnissen, um die uns fast die ganze Welt beneidet, regte Port an.

Vielleicht stünden wir gerade auch deshalb vor Herausforderungen, die wir bewältigen müssten und könnten, wenn wir es wollten. Schließlich hätte unser Volk in der Vergangenheit schon vielfach bewiesen, dass wir die Kraft haben, Krisen zu bewältigen. „Aber natürlich ist hier nicht jeder Einzelne, sondern sind auch die in der politischen Verantwortung Stehenden gefordert, sich mit dieser Situation zu befassen die Ängste der Menschen wahrzunehmen, Wege aufzuzeigen“, hofft der Stadtbürgermeister auf Lösungsansätze der Politik. Auch nach 70 Jahren Frieden, sei die Arbeit für den Frieden, die mühsame, oft zähe und nur in kleinen Schritten mögliche Suche nach politischen Lösungen, für uns, unsere Familien und unsere Kinder alle Mühe wert.

Mit dem Apell sich im Erinnern der Verantwortung zu vergewissern, die wir Deutschen für den Frieden auf diesem Kontingent tragen und der Aufforderung dafür einzutreten, schloss Stadtbuergermeister Jürgen Port seine Ansprache. Im Anschluss legte er stellvertretend für die Bürgerinnen und Bürger von Oberwesel zum Gedenken einen Kranz nieder.

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Text: Stadt Oberwesel

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