Regensburg – Spannend und bewegend – Literatur hat viele Seiten

Literarische Veranstaltungen in der Stadtbücherei Regensburg

Extra-Stadtportal - Regensburg -Regensburg (BY) – In der Stadtbücherei Regensburg lesen in den kommenden Wochen regionale und überregionale Autorinnen und Autoren aus ihren aktuellen Romanen – vom spannenden Politthriller bis zum historischen Migrationsroman. Verfolgung, Flucht und Neuanfang sind auch die Themen weiterer literarischer Veranstaltungen, einer szenischen Lesung zu einem Briefwechsel zwischen zwei Schriftstellern im Exil und der Lesung aus dem Tagebuch einer Jugendlichen, die nach Auschwitz deportiert wurde.

Wolfsspinne – Politthriller vor dem Hintergrund der Morde der NSU

Der preisgekrönte Krimiautor Horst Eckert liest aus seinem aktuellen, brisanten Thriller „Wolfsspinne“. In einer gelungenen Mischung aus Fakten und Fiktion wirft er ein neues Licht auf die offizielle Version zum „Nationalsozialistischen Untergrund“, wie sie die Bundesanwaltschaft im Münchener NSU-Prozess vertritt. Eckert hat seinen Krimi in viele reale Ereignisse der jüngeren Vergangenheit eingebettet und verknüpft die Welle rechter Gewalt und die Morde der NSU mit der Ignoranz in Behörden.

Horst Eckert ist in Weiden geboren, lebt aber seit 1987 in Düsseldorf. Bis heute hat er u.a. dreizehn Romane veröffentlicht, vor „Wolfsspinne“ (2016) den Roman „Schattenboxer“ (Wunderlich 2013, der zweite Fall für Vincent Che Veih). Seine Romane gelten als „im besten Sinne komplexe Polizeithriller, die man nicht nur als spannenden Kriminalstoff lesen kann, sondern auch als einen Kommentar zur Zeit“ (Deutschlandfunk). Sie sind in mehrere Sprachen übersetzt sowie preisgekrönt. (Dienstag, 11. Oktober 2016, 19.30 Uhr)

Anna di Santosa löst ihren dritten Fall

Die deutsch-italienische Ex-Polizistin und Boutiquenbesitzerin Anna di Santosa ist die Protagonistin einer Krimireihe der Regensburger Autorin Hilde Artmeier. In ihrem dritten Kriminalfall „Dunkle Donau“ (nach „Die Tote im Regen“ und „Nacht an der Donau“) wird die Privatermittlerin beauftragt, den Absender eines Drohbriefes ausfindig zu machen … und stößt dabei auf ein verstörendes Verbrechen. Es beginnt eine packende Jagd von Regensburg und Ulm über die nördliche Oberpfalz bis zur tschechischen Grenze. (Mittwoch, 19. Oktober 2016, 19.30 Uhr)

Und doch ein ganzes Leben: ein Mädchen, das Auschwitz überlebt hat – Lesung und Gespräch mit Helga Weissová

Als Helga Weissová 1939 ihr Tagebuch beginnt, ist sie noch ein Kind. Der Einmarsch der Deutschen in Prag und die antisemitische Brutalität der Nationalsozialisten, die Deportation erst nach Theresienstadt, später nach Auschwitz, das Leben im Lager und die Todesmärsche der letzten Kriegstage – alles hat sie in ihren Aufzeichnungen, festgehalten. Jugendliche lesen aus dem Tagebuch, einem bewegenden zeitgeschichtlichen Zeugnis. Helga Weissová ist bei der Lesung anwesend und zu persönlichen Gesprächen bereit. Sie hat ihre Zeit in Theresienstadt auch in Bildern verarbeitet, die ebenfalls ausgestellt sind. (Samstag, 29. Oktober 2016, 17 Uhr)

„Jede Freundschaft mit mir ist verderblich“

Der Briefwechsel zwischen Stefan Zweig und Joseph Roth – beide Österreicher, beide Juden – ist eines der eindringlichsten Dramen des deutschen Exils. Ihre Briefe, die sie sich zwischen 1927 und 1938 schrieben, zeigen sie in Zeiten der Not, als die beiden angesichts der nationalsozialistischen Verfolgung emigrierten – Joseph Roth nach Paris, Stefan Zweig zunächst nach London. Der Schauspieler Werner Steinmassl und die Saxofonistin Gabi Wahlbrink erzählen in einer szenischen Lesung die berührende Geschichte einer zerbrechenden Freundschaft – und die Geschichte zweier im Exil zerstörter Leben. (Dienstag, 8. November 2016, 19.30 Uhr)

Anna Maria Schenkel: Als die Liebe endlich war

„Tannöd“, „Kalteis“, „Bunker“, „Finsterau“, „Täuscher“ – allesamt Bestseller von Andrea Maria Schenkel, in denen sie historische Kriminalfälle zu Krimis verarbeitet hat. Jetzt ist Schenkels erster „Nicht-Krimi“ erschienen. In „Als die Liebe endlich war“ geht es um Verfolgung, Flucht und Neuanfänge in der Fremde. Das sind die Erfahrungen des jungen Juden Carl Schwarz, als er 1950 in Brooklyn Emmi kennenlernt, die wie er aus Bayern stammt. Bei ihr findet er die Geborgenheit, die er seit seiner Kindheit vermisst. Jahrzehnte später stößt Carl im Nachlass eines Holocaust-Überlebenden auf Hinweise aus Emmis Vergangenheit, die ihre Liebe in Frage stellt …

Andrea Maria Schenkel, geboren 1962, lebt in Regensburg. 2006 erregte sie mit ihrem Debüt-Roman „Tannöd“ großes Aufsehen. Der Roman wurde vielfach ausgezeichnet. (Dienstag, 22. November 2016, 19.30 Uhr)

Viel Lärm um Nix! Der etwas andere Shakespeare-Abend

400 Jahre nach dem Tod des großen Dichters hat der Oberpfälzer Musiker und Entertainer Hubert Treml das Shakespeare-Jahr zum Anlass genommen, sich auf seine ganz eigene Art und Weise kritisch mit dem weltweiten Publikumsliebling auseinander zu setzen. Man merkt recht bald, dass Treml die Euphorie um Shakespeare nicht teilt. Nichtsdestotrotz hat er bekannte und weniger bekannte Texte ins Bayerische übersetzt und präsentiert in seiner unverwechselbaren Art ein augenzwinkerndes Potpourri aus Liedern, Versen und Szenen, die manchmal nur mit einem süffigen Schäix-Bier zu ertragen sind. Unterstützt wird Treml von Robert Prill an der Gitarre. (Freitag, 25. November 2016, 20 Uhr)

Karten gibt es in der Stadtbücherei Regensburg, Haidplatz 8, Tel. 0941 / 507 1472, E-Mail: stadtbuecherei@regensburg.de

Die Lesung aus dem Tagebuch von Helga Weissová ist kostenfrei.

Weitere Informationen unter

http://www.regensburg.de/stadtbuecherei/aktuell/veranstaltungen-fuer-erwachsene

Ansprechpartnerin

Karin Martin, Stadtbücherei Regensburg, Haidplatz 8, Tel. 507-1478, E-Mail:martin.karin@regensburg.de

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Text: Stadt Regensburg

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