Reisebuch-Tipp – Wandern am Wasser Südtirol von Peter Mertz

Die fünf schönsten Wanderungen für den Spätsommer in Südtirol.

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Wandern am Wasser Südtirol – Coverfoto: Verlag – Freigegeben

München – Südtirol ist bekannt für seine Waalen: künstliche Kanäle, die das Wasser aus Bächen zu trockenen Fluren leiten. Eine kulturhistorische Besonderheit, aus der die Südtiroler Waalwege entlang der Hänge hervorgingen. Was gibt es an einem warmen Spätsommertag schöneres, als entlang von kühlem Nass zu wandern? Wir zeigen Ihnen die fünf schönsten Touren entlang von Waalen, Bächen, Seen oder Wasserfällen – inklusive Tipps für eine entspannte Pause am Wasser. Noch mehr erfrischende Touren gibt es im neuen Wanderführer »Wandern am Wasser Südtiol« (J. Berg Verlag).

1. An den Vinschgauer Seen

Das Vinschgau endet knapp vor dem Reschenpass auf höchster Ebene mit zwei Seen, von denen der Reschensee ein Stausee und der Haidersee ein natürliches Gewässer ist. Die mittelschwere Wanderroute führt stets hoch über den beiden Seen an den Hängen von Zwölferkopf, Zehnerkopf und Elferspitz entlang. In luftiger Höhe führt die Wanderung auf einem bequemen Bergpfad über der Waldgrenze von der Schönebenalm zur Haider Alm. Von der Haider Alm geht der Weg weiter zur Brucker Alm. Die ursprünglich gebliebene Alm (1914 m) bietet im Sommer frische Milch und Käse als Stärkung an. Von dort geht die Wanderung weiter zur Wallfahrtskirche St. Martin und von dort hinab zum Haidersee. In St. Valentin ist der Weg zurück entweder per Bus möglich oder zu Fuß entlang des Reschensees.

2. An den Sonnenhängen der Texelgruppe

Mit seiner natur- und kulturreichen Umgebung, seinen Beherbergungsbetrieben und dem gediegenen touristischen Angebot bietet Naturns einen idealen Stützpunkt für erholsame Wanderungen im unteren Vinschgau. Auf einem leichten Rundwanderweg mit wenigen Steigungen lässt sich die einzigartige Natur wunderbar erleben. Der Weg startet am Naturparkhaus Texelgruppe und führt von dort über den Sonnenberger Panoramaweg zum Naturnser Waal. Entlang des Waals führt die Strecke zur Wallburg. Von hier geht´s weiter in Richtung Wanderroute Wallburgweg und dem Wallburgboden entgegen. Auf dem aussichtsreichen Wallburgplateau wartet ein traumhafter Ausblick. Von dort geht es dann zunächst ein Stück zurück und schließlich abwärts zum Ausgangspunkt der Wanderung.

3. Zu den Weissbrunner Naturseen

Auf einer Fünf-Seen-Wanderung lässt sich das hinterste Ultental wunderbar erkunden. Trotz zweier Stauseen trifft man hier auf eine idyllische und wildreiche Hochgebirgslandschaft, die von Karseen, Lärchenwäldern und traumhaften Panoramen geprägt wird. Der erste Teil der Tour lohnt sich vor allem auch für Familien, denn der leichte Weg hält viele Natursehenswürdigkeiten wie Gebirgsbäche, flache Seeufer zum Staudammbauen oder gemütliche Rastplätze neben alten Heuhütten bereit. Los geht’s am Weißbrunnsee und erstes Ziel der Rundtour ist der Lange See. Auf dem Weg dorthin passieren Wanderer den Fischsee und laufen weiter zur Oberen Weißbrunnalm. Vom Langsee geht es weiter zum Grünsee und von dort durchs Grünsee-Bachtal hinab zurück zum Weißbrunnsee.

4. Einsamer Waldsee am Nonsberg

Das Kalksteinmassiv des Nonsbergs südwestlich von Bozen gehört zu den weniger bekannten Regionen Südtirols. Der kleine Ort St. Felix hoch über dem Tal des Noce ist der Ausgangspunkt für eine Rundwanderung zu einem Naturdenkmal inmitten von strahlenden Lärchenwaldungen. Die Wanderung hat den lieblichen Tretsee zum Ziel, der eingebettet inmitten von herrlichen Lärchenwäldern eine ehemalige Gletscherwanne ausfüllt. Wer im Frühsommer kommt, wird sich an den zahllosen Blumen der Trockenrasen und Lärchenwiesen erfreuen, wer den Herbst wählt, wird begeistert sein vom strahlenden Orangebraun der Lärchenwaldungen. Die Felixer Alm oder Gastwirtschaft Waldruhe laden zu einer entspannten Pause ein, bevor es zurück in Richtung Ausgangspunkt geht.

5. Rund um den Toblacher See

Die an landschaftlichen Höhepunkten gesegneten Dolomiten überraschen nicht nur mit monumentalen Felsbildungen, sondern auch mit grandiosen Seen. Einen davon – den Toblacher See – lässt sich bei einer etwa dreistündigen Wanderung erkunden. Die gemütliche Rundwanderung führt durch den Ausgang des Höhlensteintals und später um den Toblacher See herum, der beschauliche Rastplätze anbietet. Trotz der nahen Talstraße wird die gesamte Szenerie von der umgebenden Naturlandschaft beherrscht.

Über den Autor Peter Mertz:

Peter Mertz arbeitet als freier Biologe, Naturfotograf und Buchautor in seinem Büro »Die Naturwerker – Design-Edition-Fotografie« in Innsbruck. Er hat bislang mehr als 70 Bildbände, Reise-, Wander- und Naturführer geschrieben und veröffentlicht regelmäßig Beiträge in renommierten Reisemagazinen. Dabei gehören die Naturlandschaften Europas und Nordamerikas sowie seine Heimat zu seinen Schwerpunkten.

Fakten zum Buch:
160 Seiten, ca. 160 Abbildungen, Format 16,5 x 23,5 cm, Klappenbroschur mit Fadenheftung
ISBN-13: 978-3-86246-381-7

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