Rheinland-Pfalz – Gesundheit: Rheinland-pfälzische Initiative zum Verbot der Anwendung von Frischzellen aus Tierföten erfolgreich

suedwest-news-aktuell-staatskanzlei-rheinland-pfalzRheinland-Pfalz / Mainz – Frischzellen aus Tierföten: Die rheinland-pfälzische Gesundheitsministerin Sabine Bätzing-Lichtenthäler begrüßte die aktuelle Information aus dem Bundesministerium für Gesundheit an die Länder, ein Verbot der Herstellung sowie der Anwendung von Frischzellen und sogenannten xenogenen Organextrakten gesetzgeberisch auf den Weg bringen zu wollen.

Bereits vor geraumer Zeit hatte sich Bätzing-Lichtenthäler mit Blick auf mögliche Infektionsgefahren und Immunreaktionen der Frischzellentherapie an Bundesgesundheitsminister Gröhe mit der Bitte gewandt, eine gesetzliche Regelung auf Bundesebene herbeizuführen. Frischzellen, die aus Tierföten gewonnen werden, werden unter anderem im Rahmen von Schönheitstherapien injiziert. Medizinische und klinische Untersuchungen bestätigten bestehende Risiken einer Übertragung von Krankheitserregern sowie Allergierisiken durch eine derartige Therapie, ohne einen Nutzen für die Patientinnen und Patienten nachweisen zu können.

„Das Verbot ist ein wichtiger Schritt im Sinne der unverzichtbaren Patientensicherheit und des bundeseinheitlichen Verbraucherschutzes. Ein solches Verbot der Herstellung und Anwendung von Frischzellen entspricht in vollem Umfang der rheinland-pfälzischen Forderung an Bundesgesundheitsminister Hermann Gröhe. Auch die Länderkammer hat sich bereits mehrfach für eine entsprechende Gesetzgebung des Bundes ausgesprochen. Das Verbot wird endlich Rechtssicherheit schaffen und eine einheitliche Vollzugspraxis gewährleisten. Es ist wichtig, dass diese Zusage des Bundesgesundheitsministers zum Wohle aller betroffenen Patientinnen und Patienten nun zeitnah umgesetzt wird“, betonte die Gesundheitsministerin heute in Mainz.

Frischzellen werden in den meisten Fällen aus den diversen Organen von Schafsföten und der Plazenta gewonnen. Xenogene Organextrakte, die keine vollständigen Zellen mehr enthalten, stammen ebenfalls von verschiedenen tierischen Organen, zumeist von Schafen, Rindern und Schweinen.

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Text: Staatskanzlei in RLP

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