Die ersten Lachse sind da -Sachsen / Dresden – Umwelt und Natur: So früh wie noch nie sind dieses Jahr die ersten Lachse nach Sachsen zurückgekehrt, teilte das Sächsische Landesamt für Umwelt, Landwirtschaft und Geologie (LfULG) heute in Dresden mit. Erste Anhaltspunkte für den Beginn des herbstlichen Aufstiegs in die Laichgewässer der Oberen Elbe hätte der spektakuläre Fang eines Lachsrogners Ende August in der Elbe bei Bad Schandau geliefert. Der am 26. August mit der Angel gefangene Lachs war 95 Zentimeter lang und wog 7,7 Kilogramm.

Die Fischereibehörde des LfULG baute daraufhin sofort ihre automatische Kontrollstation (Fischcounter) im Lachsbach ein. Über die Datenerfassung in der Station sowie die Internetverbindung zur Fischereibehörde in Königswartha kann das Aufstiegsverhalten der Lachse durch die Experten jederzeit aktuell eingeschätzt und bewertet werden. Am 26. September wurde so gegen 23:44 Uhr die erste Passage eines Lachses erfasst. Er konnte per Videosequenz als Milchner bestimmt werden. Ein derartig früher Beginn des Laichaufstiegs im Lachsbach ist seit dem Beginn der Wiederansiedlung und den ersten Rückkehrern im Jahr 1998 noch nie beobachtet worden.

Der Fisch blieb kein Einzelfall. Am 3. Oktober führten kräftige Regenfälle zu einem spürbaren Anstieg der Abflussmengen im Lachsbach: um 23:32 Uhr wurde der zweite und heute (6. Oktober, 04:21 Uhr) bereits der dritte Lachs erfasst. Damit konnte der in diesem Jahr sehr frühe Lachszug in die Laichgewässer bestätigt werden. Das Laichgeschäft selbst hat allerdings noch nicht begonnen. Dazu müssen die Wassertemperaturen auf etwa sieben Grad Celsius fallen. In Abhängigkeit der Witterungsbedingungen kann sich das Ablaichen von Mitte Oktober bis Mitte Dezember erstrecken.

Den Fischereiexperten zufolge würden diesen Hebst nicht nur im Lachsbach und anderen Flüssen der Oberen Elbe Lachse auf den Laichplätzen erwartet. Erstmals seit über hundert Jahren sei durch die Schaffung von Fischaufstiegen in Sachsen-Anhalt auch wieder der Zug in der Mulde bis nach Sachsen möglich. Gleiches gelte für die Pulsnitz in Königsbrück. Mit der Fertigstellung einer Fischaufstiegsanlage am Wehr in Kroppen (Land Brandenburg) können die Lachse jetzt stromaufwärts bis zu ihren historisch belegten Laichplätzen in Sachsen schwimmen.

Hintergrund Kontrollstation:

Die Vorteile der automatischen Kontrollstation gegenüber den wöchentlichen Befischungen liegen klar auf der Hand. Nahezu alle bislang erfassten Wanderbewegungen der Lachse erfolgen in der Nacht, in der Vor-Ort-Befischungen mit Personal nahezu unmöglich sind. Die technische Perfektionierung der Laichfischerfassung verringert den manuellen Aufwand beim Lachs-Monitoring deutlich, ohne dass die Qualität der Datenerfassung leidet. In Abständen muss die Anlage gewartet und kontrolliert werden. Dabei wird der Unterlauf des Lachsbaches auch auf mögliche Laichgruben überprüft.


Urheber: Medienservice Sachsen.
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