Stadt Wertheim – Neues Familienzentrum entwickelt sich gut

Bereits zahlreiche Angebote der Beratung und Begegnung.

Mittelrhein-Tageblatt-Nachrichten-aus-Wertheim-BW-Wertheim (BW) – Der Aufbau des Familienzentrums Wartberg-Reinhardshof geht gut voran. Seit dem Start am 1. April konnten bereits eine ganze Reihe von Beratungsangeboten installiert werden. Seit Juli gibt es auch ein „Familiencafé“ als offenen Treff. Gespräche und Planungen für weitere Angebot laufen. „Wir sind auf dem richtigen Weg“, fasste Bürgermeister Wolfgang Stein den Sachstandsbericht zusammen, der dem Gemeinderat in der jüngsten Sitzung vorgelegt wurde.

Anfang Februar hatte der Gemeinderat den Aufbau eines Familienzentrums Wartberg-Reinhardshof beschlossen. Mit der Trägerschaft hat die Stadt das Diakonische Werk beauftragt. Es stellt damit auch die fachliche und personelle Betreuung der neuen Einrichtung sicher. Die Eckpunkte der Zusammenarbeit sind in einer Kooperationsvereinbarung geregelt.

Die erste Stufe, das sogenannte Stützpunktmodell, ist planmäßig zum 1. April gestartet. Leiterin des Familienzentrums ist seitdem mit einer halben Personalstelle Claudia Reinhold. Als Stützpunkt dient das Büro der Stadtteilkoordination am Frankenplatz 23. Dort sind inzwischen wöchentlich mit festen Sprechzeiten präsent:
– Sozial- und Schwangerenberatung des Diakonischen Werks
– Familienhebamme des Diakonischen Werks
– Migrationsberatung und Jugendmigrationsdienst des DRK

Seit Juli gibt es als niederschwellige Begegnungsmöglichkeit regelmäßig ein „Familiencafé“. Es steht jeden Dienstag von 15 bis 17 Uhr allen Besuchern offen. Zudem laufen Planungen zur Einrichtung eines „Sprachcafés“ mit Unterstützung des Integrationsmanagements der Stadt sowie für ein Kursangebot „Säuglingspflege“.
Ebenfalls seit Juli ist die Erziehungsberatung des Caritasverbands im Tauberkreis jeden 3. Donnerstag im Monat im Familienzentrum vertreten. Und ab Mitte September kommt die Schuldnerberatung des Caritasverbands 14-tägig ins Familienzentrum.

Die Leiterin des Familienzentrums ist jeden Dienstag ganztägig und jeden Donnerstag vormittags vor Ort sowie nach Vereinbarung. Ergänzt um die (vorläufigen) Sprechzeiten der Stadtteilkoordination, die seit 1. Mai ebenfalls unter Trägerschaft des Diakonischen Werks steht, ergibt sich insgesamt eine hohe Präsenz. Das Familienzentrum wird damit zu einer wichtigen Anlaufstelle für die Menschen beider Stadtteile.

Als Zwischenfazit heißt es in dem Sachstandsbericht: „In der ersten Aufbauphase ist es erfreulich rasch gelungen ist, wichtige, familienunterstützende Angebote im Familienzentrum zu etablieren. Parallel dazu sind viele Kontakte und Gesprächsfäden geknüpft, die in nächster Zeit in weitere konkrete Ergebnisse münden werden. Die Zusammenarbeit mit den Trägern professioneller Beratungsangebote entwickelt sich sehr gut. Die Präsenz vor Ort erleichtert den Menschen den Zugang zu Angeboten der Hilfe und Beratung.“

Auch für den Stadtteil Bestenheid will die Stadt ein Konzept für ein Familienzentrum entwickeln. Dazu kündigte Dezernent Helmut Wießner an: „Wir gehen das an, sobald die Stadtteilgremien sich nach den Kommunalwahlen im Frühjahr 2019 neu konstituiert haben.“ Denn die Mitwirkung der relevanten Akteure vor Ort sei unabdingbar.

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