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Trier – Vielseitiges Trierer Programm zum Weltfrauentag 2019

Nachrichten-aus-der-Moselstadt-TrierTrier – (pe) Seit einigen Jahren präsentieren verschiedene Einrichtungen und Verbände der Trierer Frauenarbeit ihre Veranstaltungen zum Weltfrauentag am 8. März unter der Federführung der städtischen Frauenbeauftragten Angelika Winter. 2019 fungiert sie bei zwei Veranstaltungen als Mitorganisatorin und Schirmherrin. Dabei geht es um Frauen an besonderen Wendepunkten ihres Lebenswegs.

Eine ungewollte Schwangerschaft ist für die meisten Frauen sehr belastend. Der Verein Pro familia bietet ihnen in Trier seit nahezu 40 Jahren eine Beratung an. Schon vor mehr als 60 Jahren haben in Deutschland die ersten Frauen für ihr Recht auf einen selbstbestimmten Schwangerschaftsabbruch gekämpft. Doch gilt er noch immer als ein Stigma. Vor diesem Hintergrund lädt Pro familia mit der Frauenbeauftragten zu der Veranstaltung „Mein Bauch gehört mir 4.0 – meine Zukunft gehört mir! Ungewollt schwanger – Schwangerschaftsabbruchversorgung in der Region Trier?“ am Freitag, 8. März, 17 Uhr, ins Mehrgenerationenhaus, Christophstraße, ein.

Die Debatte über den Paragraphen 219a des Strafgesetzbuchs rund um Informationen über ärztliche Angebote zu Abbrüchen haben zahlreiche Medien aufgegriffen. Auch Trier stand deutschlandweit im Fokus. Winter erläutert Hintergründe: „Erstaunlicherweise ist die Trierer Situation wenig bekannt. In der Stadt ist und war die Lage der Schwangerschafts-abbruchversorgung jedoch schon immer schlecht. Eine Frau, die sich gegen die Fortsetzung einer ungewollten Schwangerschaft entscheidet, hat vor Ort keine Möglichkeit dazu. Die Betroffenen müssen einen Weg von über 100 Kilometer auf sich nehmen.“

Für Pro familia ist es besorgniserregend, „dass das Angebot von Ärzten, die den Abbruch vornehmen, rapide abnimmt. Die wenigen Ärzte, die in überschaubarer Entfernung erreichbar sind, stehen zum Teil bereits kurz vor dem Ruhestand und junge Ärzte kommen nicht nach, um betroffenen Frauen Hilfe zu leisten.“ Pro familia sieht insgesamt das Recht der Frauen auf eine selbstbestimmte Entscheidung „immer stärker in Gefahr“. Die Tagung am 8. März soll unter anderem dazu dienen, für diese Entwicklung zu sensibilisieren. Nach Einleitungsvorträgen ist eine Diskussion geplant. Für die Veranstaltung ist eine Anmeldung bis Freitag, 1. März, per E-Mail (trier@profamilia.de) erforderlich.

Persönliche und politische Wendepunkte stehen im Mittelpunkt des Tanztheaterstücks „Tussy – Drei Zeiten Leben“ von Karsten Müller und Monika Wender am Freitag, 8. März, 20 Uhr, in der Tuchfabrik. In der Produktion, die im Rahmen des Karl-Marx-Jubiläumsjahr zu sehen ist, geht es nicht nur um die Frage, ob dessen Tochter Tussy Sozialistin, Feministin oder Revolutionärin war. Auch in ihren oft unglücklichen Beziehungen zu Männern spielte die Politik eine Rolle. Ein großer Wendepunkt ihres Lebens war außerdem der Tod des geliebten Vaters.

Ergänzend weist die Frauenbeauftragte auf weitere Veranstaltungen zum Weltfrauentag 2019 im Stadtgebiet hin:

  • „Nome di Donna“, Filmabend des Trierer Frauennotrufs mit einer Debatte zu sexuellen Belästigungen am Arbeitsplatz, Donnerstag, 7. März, Broadway-Kino, Paulinstraße, 19.30 Uhr.
  • „100 Jahre Zonta: Frauen für Frauen weltweit“, Festakt/Benefizveranstaltung des Zonta-Clubs Trier, Sonntag, 10. März, Rokokosaal im Kurfürstlichen Palais, 10.45 Uhr.
  • „Frauen verändern die Welt: Femmage an Hedwig Dohm zwischen Lesung und Kabarett“, Donnerstag, 14. März, Tuchfabrik, Großer Saal, 20.15 Uhr.

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Presseamt Trier

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