Weil am Rhein – Erneut nutzen neun Afrikaner einen Güterzug zur unerlaubten Einreise

Bundespolizei Aktuell -Weil am Rhein (BW) – Bei einem kurzen Halt im Bahnhof Weil am Rhein sind auf einem Güterzug aus Italien, der nach Freiburg unterwegs war, erneut Flüchtlinge entdeckt worden.

Die Bundespolizei wurde von Zeugen alarmiert, die Menschen auf dem Zug gesehen haben. Um Gefahren für Leib oder Leben der unerlaubt eingereisten Personen auszuschließen, sperrte die Bundespolizei alle Gleise im Weiler Bahnhof. Nach einer Absuche des Zuges stellten Bundespolizisten neun Personen, darunter zwei hochschwangere Frauen, in einem Container fest. Alle Personen waren ausweislos.

Erste Ermittlungen der Bundespolizei ergaben, dass einer der festgestellten Personen, ein 26-jähriger gambischer Staatsbürger, über eine deutsche Aufenthaltsgestattung verfügt und in Nordrhein-Westfalen wohnhaft ist. Warum der 26-Jährige sich auf dem Zug befand, ist Gegenstand weiterer Ermittlungen.

Auch ein 22-jähriger marokkanischer Staatsbürger aus dem Container hatte schon einen Bezug ins Bundesgebiet. Er wurde mit einem Vollstreckungshaftbefehl einer nordrhein-westfälischen Staatsanwaltschaft gesucht. Der 22-Jährige hatte mehrere Straftaten begangen und ist diesbezüglich zu Geldstrafen von 565 Euro verurteilt worden. Da der Mann die Geldstrafen nicht beglichen hatte und nun nach seiner Festnahme nicht begleichen konnte, wurde er in die Justizvollzugsanstalt eingeliefert. 61 Tage wird er dort nun die Ersatzfreiheitsstrafen absitzen.

Bis auf den 26-jährigen Gambier, der bereits im Bundesgebiet wohnhaft ist, trugen alle ein Asylbegehren vor. EURODAC-Recherchen der Bundespolizei ergaben, dass ein 28-jähriger Marokkaner, ein 32-jähriger und ein 25-jähriger Nigerianer sowie ein 17-jähriger Sierra-Leoner sich bereits im italienischen Asylverfahren befinden. Zwei weitere marokkanische Staatsangehörige sind bisher noch in keinem europäischen Land registriert worden. Nach Anzeigenaufnahme wegen eines Verstoßes gegen das Aufenthaltsgesetz wurden die erwachsenen Personen an das BAMF nach Karlsruhe, der minderjährige sierra-leonische Staatsangehörige ans Jugendamt weitergeleitet.

Bereist in den letzten Tagen sind in Südbaden immer wieder Migranten in Güterzügen festgestellt worden. So sind am Pfingstmontag zwei Nigerianer, letzte Woche fünf Ghanaer, fünf Sierra-Leoner, zwei Gambier, zwei Nigerianer und ein Malier mit dem gefährlichen Transportmittel Güterzug eingereist.

OTS: Bundespolizeiinspektion Weil am Rhein

 

 

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