Erstellt durch: | 25. August 2016

Extra-Stadtportal-Wiesbaden -Wiesbaden (HE) – Oberbürgermeister Gerich dankt seinem Magistratskollegen Stadtrat Detlev Bendel für die Erläuterung, warum die zukünftige Entwicklung der Flächen „Kastel Ostfeld“ einer zentralen Koordination bedürfen. „Ich kann es nur begrüßen, dass Detlev Bendel deutlich macht, warum die von der Stadt angekauften Flächen rund um den Dyckerhoffbruch und Fort Biehler eine Gesamtprojektleitung benötigen und nicht ein Unternehmen alleine mit seiner Entwicklung voranprescht“, betont der Oberbürgermeister.

„Es handelt sich um das letzte große und zusammenhängende Entwicklungsgebiet der Stadt, hier sollten wir in Ruhe überlegen, wie wir Wohnen, Gewerbe und Natur unter einen Hut bekommen. Für ein Gebiet dieser Größe gilt es, ein gemeinsames Projekt zu beginnen, das sich zum Beispiel auch umfassend mit den Fragen der verkehrlichen Anbindung, der Stadtentwicklung und der Biotopfunktion auf dem Gelände beschäftigt. Schnellschüsse bringen uns hier nicht weiter“, so der OB. Er habe daher den Vorsitz der Lenkungsgruppe, der auch die Stadträte Detlev Bendel und Dr. Oliver Franz angehören, übernommen und einen erfahrenen Projektleiter für die Entwicklung des Ostfeldes gesucht.

„Ich habe mit dem Vorsitzenden des Umweltausschusses vereinbart, dass erste Überlegungen für das Gesamtareal sowie ein grober Projektplan nach der Sommerpause bei der geplanten Besichtigung des Areals durch den Umweltausschuss vorgestellt werden“, so Gerich. Leider habe sich dieser Termin aufgrund von Absagen der ELW-Betriebsleitung nun verzögert. Nichtsdestotrotz ist Gerich zuversichtlich, dass es nach einer Analyse vor allem eines koordinierten Vorgehens bedarf, um das Gebiet zu entwickeln. Ob und wie der Verlust eines Millionenauftrags tatsächlich mit einer vermeintlichen Verzögerung der Planung auf dem Ostfeld zu tun habe, werde er sich überdies von der ELW-Betriebsleitung berichten lassen.

Schlussfolgernd könne der Oberbürgermeister aber nur Stadtrat Bendel zustimmen, der gesagt hatte: „Fast jedes Dezernat im Rathaus sei an dem Projekt beteiligt, weshalb der Oberbürgermeister die Koordination an sich gezogen habe.“

Hintergrund:
Die Landeshauptstadt Wiesbaden hat im Juni 2014 Grundstücke mit einer Fläche von circa 270 Hektar angrenzend an die Deponie und den Südfriedhof gekauft und sich damit strategisch wichtige Entwicklungsflächen sichern können. Die Möglichkeit zum Kauf entstand durch die damalige Umstrukturierung und Neuausrichtung bei der Dyckerhoff GmbH: Sämtliche nicht betriebsnotwendigen Flächen im Bereich und Umfeld der ehemaligen Abbauflächen konnten als Paket erworben werden.

Das angebotene Gesamtpaket besteht hauptsächlich aus Flächen östlich der Deponie und Flächen im Bereich zwischen dem Südfriedhof und Erbenheim, einschließlich des Naturschutzgebietes „Kalkofen“. Die Teilfläche „Kalkofen“ hat circa 89 Hektar, liegt zwischen dem Südfriedhof, der Autobahn 66 sowie der Bundesstraße 455 und ist teilweise zur landwirtschaftlichen Nutzung verpachtet. Auf dem Gelände befindet sich der ehemalige Steinbruch Kalkofen, der zu den wertvollsten Biotopen Deutschlands gehört. Die Teilfläche „Ostfeld“ hat circa 181 Hektar und setzt sich zusammen aus Abbaugebiet und teilweise verpachteten landwirtschaftlichen Flächen, die langfristig entwickelt werden sollen. Wirtschaftlich tragfähige Nutzungskonzepte und Machbarkeitsstudien werden Basis der weiteren Entscheidungen, die stadtintern und extern abgestimmt und untersucht werden müssen.

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Herausgeber / Ansprechpartner:
Pressereferat der Landeshauptstadt Wiesbaden
Schloßplatz 6
65183 Wiesbaden

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