Gesundheit – Erektionsstörungen – ein Tabuthema, das keines sein sollte

Erektionsstörungen – ein Tabuthema, das keines sein sollte

Kein ProblemGesundheit – Auch in der heutigen, aufgeklärten Gesellschaft gehört das Thema Erektionsstörungen zu den Themen, die tabuisiert werden. Dabei legen statistische Erhebungen nahe, dass eine relativ große Bevölkerungsgruppe von den Beeinträchtigungen betroffen ist. Während bei Männern ab 40 jeder Zehnte betroffen ist, ist es ab dem 60. Lebensjahr sogar jeder dritte Mann. Über alle Altersgruppen hinweg sollen in 2020 rund 22 % der deutschen Männer unter einer erektilen Dysfunktion gelitten haben. Verschiedene Ursachen können zu Erektionsstörungen führen.

Definition – das ist unter einer erektilen Dysfunktion zu verstehen

Wie ein Fachbeitrag der Online-Arztpraxis ZAVA ausführt, wird dann von einer erektilen Dysfunktion gesprochen, wenn in einem Zeitraum von 6 Monaten in mehr als 70 % der Fälle keine Erektion aufgebaut oder aufrechterhalten werden kann. Eine zeitweise Störung von wenigen Tagen bis Wochen ist nicht ungewöhnlich und bedeutet nicht, dass es zu einer dauerhaften Beeinträchtigung kommen wird. Auch wenn es nur ab und zu „nicht klappt“, ist von keiner behandlungsbedürftigen Störung auszugehen.

Zahlreiche Ursachen kommen in Betracht

Verschiedene Ursachen können zu einer erektilen Dysfunktion führen. Neben körperlichen Auslösern können auch psychologische Probleme die Erektionsfähigkeit negativ beeinträchtigen. Zu den häufigsten körperlichen Ursachen zählen Herz- und Gefäßerkrankungen wie Bluthochdruck, Stoffwechsel- und Organerkrankungen wie Diabetes mellitus, Erkrankungen von Nerven und Gehirn wie ein Bandscheibenvorfall sowie Erkrankungen im Genitalbereich wie eine Hodenentzündung. Auch Operationen im Genitalbereich, zum Beispiel am Becken oder im Bauchraum, können eine erektilen Dysfunktion bedingen.

Als psychologische Ursachen sind Konflikte in der Partnerschaft, Depressionen, Angsterkrankungen und traumatische sexuelle Erfahrungen zu nennen. Stress im beruflichen oder privaten Umfeld darf nicht unterschätzt werden und kann sich auch auf die Erektionsfähigkeit auswirken. Neben der Psyche selbst können Medikamente, die dabei helfen, die psychischen Probleme zu bewältigen, zu einer erektilen Dysfunktion führen.

Welche Anzeichen auf eine körperliche oder psychische Ursache hindeuten

Für Betroffene ist es schwer festzustellen, ob die Erektionsprobleme auf körperliche oder psychische Ursachen zurückzuführen sind. Erschwerend kommt hinzu, dass teilweise mehrere Komponenten aus beiden Kategorien zusammenkommen. Auf körperliche Ursachen deutet hin, wenn sich die erektile Dysfunktion allmählich entwickelt und sie sowohl beim Geschlechtsverkehr als auch bei der Selbstbefriedigung auftritt. Sobald Erektionen im Schlaf, die bei einem gesunden Mann als üblich anzusehen sind, ausbleiben, ist eine körperliche Ursache äußerst wahrscheinlich.

Wenn der Betroffene jünger als 50 Jahre alt ist und die erektile Dysfunktion plötzlich eintritt, womöglich nach einem belastenden Lebensereignis, kann oftmals von einer psychologischen Ursache ausgegangen werden. Auch wenn die Erektionsstörungen überwiegend in bestimmten Situationen vorkommen, dürfte ein psychologisches Ungleichgewicht verantwortlich sein.

Behandlung – stark von der Ursache abhängig

Bei einer erektilen Dysfunktion gibt es angesichts der unzähligen Ursachen, die in Betracht kommen, keine Universalbehandlung, die bei jedem Patienten gleichermaßen zum Erfolg führt. Ob das Angebot einer Online-Arztpraxis in Anspruch genommen wird oder ein Mediziner vor Ort aufgesucht wird, die richtige Therapie kann nur in Zusammenarbeit mit einem Arzt gefunden werden. Verschiedene Stellen raten dringend davon ab, mit potenzsteigernden Mitteln herumzuexperimentieren, die zusammen mit großen Versprechen im Internet angeboten werden.

Wer nicht raucht, sich ausgewogen ernährt, auf Bewegung achtet, Übergewicht abbaut und nur wenig Alkohol trinkt, profitiert von einer besseren Gesundheit und kann eine bestehende Erektionsstörung günstig beeinflussen.
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Gesundheitsredaktion MRT