Gesundheit-Aktuell – KV Hessen fordert Impfpflicht für Masern – Gefährliche Impflücke muss geschlossen werden!

Gesundheitspolitik - Aktuell -Gesundheit-Aktuell – Frankfurt, 25. April 2017 – Impfpflicht: Die Kassenärztliche Vereinigung Hessen unterstützt den hessischen Gesundheitsminister Stefan Grüttner in seinem Engagement für die Aktion „Hessen impft. GEGEN MASERN“.

Aus Sicht der KV Hessen gibt es keine Alternative, als eine Impfpflicht für alle Kinder zu fordern und zwar angelehnt an den Impfkalender für Standardimpfungen des Robert-Koch-Instituts. Die Vorstände der KV Hessen, Frank Dastych und Dr. Eckhard Starke sind überzeugt, dass auch das Impfrisiko zu vertreten ist:

„Wir werden dieser gefährlichen Infektionskrankheit nur dann Herr werden, wenn wir die Impfpflicht verbindlich vorschreiben. Immer öfter vorkommende Masernausbrüche belegen, wie hoch das Infektionsrisiko mittlerweile ist. Die Mythen, die von Impfgegnern über Jahre gestreut wurden, wirken sich an dieser Stelle katastrophal aus. Auch das Argument hoher Kosten darf in diesem Zusammenhang sicher vernachlässigt werden.“

An Verständnis für eine Impfpflicht besteht bei Experten kein Mangel. Masern waren schon immer der markante Prototyp aller Kinderkrankheiten vor Beginn der Impfära: eine handfeste Virusinfektion mit Komplikationspotenzial und hoher Infektiosität, sodass bei Ausbruch nahezu alle Ungeimpften erkranken. Daran hat sich, wie man 2015 an dem Masernausbruch in Berlin sah, bis heute nichts geändert, weil die Impflücken durch Impfverweigerer zu groß geworden sind. Da Aufklärung allein nicht reicht, könnte sich die KV Hessen vorstellen, dass notfalls der Staat die Auszahlung des Kindergeldes vom Nachweis des Masern-Impfschutzes abhängig macht.

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Text: Marilena Demarez-Bandeh
Kommunikation
Kassenärztliche Vereinigung Hessen
Europa-Allee 90 I 60486 Frankfurt am Main

Autor: Redaktion Medizin und Ernährung