Gesundheitsmagazin – Aktuelle Studie der Universität Heidelberg belegt: Senföle wirken gegen resistente bakterielle Biofilme

Gesundheitsratgeber-24-Forschung-und-Wissenschaft-Aktuell-Gesundheitsmagazin – Universität Heidelberg: Besonders hartnäckige bakterielle Infektionen beruhen meist auf Erregern, die sogenannte Biofilme bilden. Einen solchen „Schutzschild“ bilden Bakterien aus, um sich gegen äußere Einflüsse, wie zum Beispiel Antibiotika oder das Immunsystem, zu wehren.

Auf diese Weise schützt sich zum Beispiel auch das Bakterium Pseudomonas aeruginosa – einer der häufigsten Erreger von im Krankenhaus erworbenen Infektionen der Atem- und Harnwege – vor Antibiotika.

Eine aktuelle Laborstudie der Universität Heidelberg zeigt, dass die Senföle aus Kapuzinerkresse und Meerrettich die Produktion von Biofilmen des Erregers P. aeruginosa auf zwei Arten hemmen können: Zum einen verhindern sie die Produktion von Biofilmen, zum anderen hemmen sie die Aktivität innerhalb bestehender Biofilme[1].

„Die Senföle stellen aufgrund ihrer ausgeprägten keimhemmenden Wirkung ge­gen zahlreiche, teils mehrfachresistente Bakterien sowie ihrer Fähigkeit, die Biofilmformation zu stören, eine vielversprechende natürliche Substanzgruppe dar“, sagt Studienleiter Prof. Frank Günther, Institut für Medizinische Mikrobiologie und Krankenhaushygiene, Marburg.

“Die Pflanzenstoffe könnten bei akuten unkomplizierten Infektionen der Atem- und Harnwege eine sinnvolle Therapieoption sein, um der wachsenden Bedrohung durch Antibiotikaresistenzen entgegenzuwirken“, so Günther weiter…

Literatur:
[1] Kaiser S.J. et al. Natural isothiocyanates express antimicrobial activity against developing and mature biofilms of Pseudomonas aeruginosa, Fitoterapia 119 (2017)

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CGC Cramer Gesundheits-Consulting GmbH
Frank Etzel

Autor: Redaktion Medizin und Ernährung