News – Neue Form der Anamnese: Mehr Patientensicherheit durch verbesserte interprofessionelle Zusammenarbeit

Gesundheitsratgeber-24-News-Blog-Aktuell-News – Zollikerberg (CH) – Das Spital Zollikerberg hat im April 2018 die sogenannte interprofessionelle Anamnese eingeführt. Ärzte und Pflegende dokumentieren also alle medizinisch relevanten Informationen zu ihren Patientinnen und Patienten neu an einem gemeinsamen Ort. Was sich banal anhört, ist ein Novum in Schweizer Akutspitälern. Üblicherweise dokumentieren Ärzte und Pflegende die Patientengeschichte getrennt. Dies kann zu Wissenslücken und Doppelbefragungen führen. Die neue interprofessionelle Anamnese optimiert die Zusammenarbeit zwischen Ärzten und Pflegenden und führt zu einer höheren Patientensicherheit.

Früher lief es zum Beispiel so: Eine Patientin wurde auf der Notfallstation eingeliefert. Die diensthabende Ärztin führte die Anamnese als Basis für Diagnose und Behandlung durch. Ein Pflegefachmann übernahm die sogenannte Sozialanamnese. Die Ergebnisse erfassten sie an unterschiedlichen Orten im Klinikinformationssystem. Die Patientin musste Fragen doppelt beantworten, der Ärztin und dem Pflegenden entgingen möglicherweise Informationen. Im 2017 spannten daher die Chefärzte und Pflegeexpertinnen aller Kliniken im Spital Zollikerberg zusammen und erarbeiteten ein Tool, das die Anamnese von Ärzten und Pflegenden an einem Ort zusammenbringt – einheitlich in Fachsprache, Form und Prozessen.

Seit April 2018 arbeiten Ärztinnen, Ärzte und Pflegfachleute in allen Kliniken des Spital Zollikerberg mit dem neuen System. Die Einführungsphase verlief sehr erfolgreich. Kathrin Hillewerth, Klinikleitung Chirurgie und Projektleiterin für die Interprofessionelle Anamnese erläutert: «Ärzte und Pflegende fühlen sich besser informiert und können sich gegenseitig einfacher unterstützen. Auch die Feedbacks von Patientinnen und Patienten sind durchweg positiv.» Bis Ende 2018 läuft eine qualitative Begleitstudie, damit eine fundierte Aussage möglich ist, inwiefern sich die interprofessionelle Zusammenarbeit dauerhaft verbessert. Die Ergebnisse werden im Sommer 2019 erwartet.

Über das Spital Zollikerberg

Als Akutspital mit öffentlichem Leistungsauftrag trägt das Spital Zollikerberg zur optimalen medizinischen Versorgung des Grossraums Zürich bei. Jährlich behandelt das Spital mehr als 10’000 Menschen stationär und führt rund 7’000 Operationen durch. Mit rund 2’000 Neugeborenen im Jahr ist das Spital Zollikerberg eine der beliebtesten Geburtskliniken im Kanton Zürich. Das Dialyse-Zentrum gehört mit 23 Plätzen zu den grössten Zentren im Kanton Zürich. Das von der Stiftung Diakoniewerk Neumünster – Schweizerische Pflegerinnenschule getragene Spital bietet ein breites Angebot an medizinischen Leistungen in der Inneren Medizin, der Chirurgie, Orthopädie, Gynäkologie und Geburtshilfe inkl. Neonatologie an. Mehr als 100 fest angestellte Ärztinnen und Ärzte sowie rund 60 Belegärzte gewährleisten eine umfassende medizinische Betreuung.

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Spital Zollikerberg
Andrea Kaul
Verantwortliche Marketing & Kommunikation

Autor: Redaktion Medizin und Ernährung