Pflege und Betreuung – Wenn der Alltag nicht mehr alleine zu stemmen ist: Wie erhält man Hilfe, wenn man zum Pflegefall wird?

Gesundheitsratgeber-24-Pflege und Betreuung-Aktuell-Pflege und Betreuung – Pflegefall: Wer seinen Alltag aus gesundheitlichen Gründen nicht mehr selbstständig bewältigen kann, benötigt Unterstützung. Das trifft auch junge Menschen. Nicht immer reicht die freiwillige Hilfe von Angehörigen oder Freunden aus.

Ab einem gewissen Punkt sind Hilfsmittel oder Pflegedienst nötig. Dann sind diejenigen im Vorteil, die eine private Pflegezusatzversicherung abgeschlossen haben. Denn die Pflegepflichtversicherung deckt nicht alles ab und ist eher als Grundsicherung zu sehen. Daher macht es für jeden Sinn, zusätzlich privat Vorsorge zu treffen. Also unabhängig davon, ob man privat oder gesetzlich krankenversichert ist. Viele Menschen sind erst einmal hilflos, wenn der Pflegefall bei einem selbst oder einem Angehörigen eintritt. Wie geht man dann vor?

Wie bekommt man Hilfe?

Man nimmt am besten umgehend Kontakt zu seinem Krankenversicherer beziehungsweise seiner Krankenkasse auf. Anschließend schickt der jeweilige medizinische Dienst einen Gutachter vorbei, der prüft, wie pflegebedürftig der Betroffene ist.

Wie bereitet man sich auf den Gutachtertermin vor?

Im Vorfeld kann man in Ruhe einen ausführlichen Fragebogen ausfüllen, der zum Beispiel auf www.debeka.de/service/progesundheit/pflege zu finden ist. Hier geht es um Fragen wie: Welche Krankheiten oder Behinderungen stehen im Vordergrund? Bei welchen alltäglichen Tätigkeiten – wie Duschen, Essen, Anziehen oder Treppensteigen – wird Hilfe benötigt? Muss auch nachts jemand da sein? Wie wird der Haushalt bewältigt? Wer sich dafür ausgiebig Zeit nimmt, kann dem Besuch des Gutachters gelassen entgegensehen.

Wann erhält man Leistungen?

Spätestens 25 Arbeitstage nachdem alle nötigen Unterlagen eingereicht wurden, sollten die Versicherten das schriftliche Ergebnis der Begutachtung im Briefkasten finden. Leistungen der Pflegepflichtversicherung fließen in der Regel ab dem Tag, an dem der Antrag gestellt wird. Das kann z. B. bei der Debeka, dem größten privaten Krankenversicherer in Deutschland, auch telefonisch erfolgen.

Wie beantragt man Leistungen aus der privaten Pflegezusatzversicherung?

Bei privat Krankenversicherten wird die Einstufung der Pflichtversicherung direkt anerkannt und die zusätzlichen Leistungen fließen automatisch. Wer gesetzlich versichert ist, muss seinem Versicherer, bei dem er privat zusätzlich vorgesorgt hat, Kopien der Leistungszusage und des Gutachtens zukommen lassen.
Nähere Informationen zur privaten Pflegepflichtversicherung sowie zur zusätzlichen privaten Vorsorge erhalten Interessierte zum Beispiel unter www.debeka.de.

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Debeka Krankenversicherungsverein a. G.
56058 Koblenz

Autor: Redaktion Medizin und Ernährung