Reizdarm – Neue Reizdarm-Studie aus Belgien: Darmbeschwerden weit verbreitet

Fast 70 Prozent der Bevölkerung leiden an Durchfall, Blähungen & Co.

Gesundheit24-Reizdarm-Syndrom-Aktuell-Reizdarm – Eine aktuelle Studie [1] der University of Leuven hat gezeigt: 68,8 Prozent der belgischen Bürger haben mit Verdauungsproblemen zu kämpfen – dabei klagen die meisten über Blähbauch/Blähungen, Durchfall und Krämpfe. Mehr als 17 Prozent dieser „Darmgeplagten“ sind sogar der Meinung, sie haben einen Reizdarm.

Genau diese Zahl hat die zweitgrößte gesetzliche Krankenkasse BARMER auch für Deutschland ermittelt: „Befragungsstudien legen nahe, dass in Deutschland 17 Prozent der Bevölkerung an einem Reizdarm leiden. Das Reizdarmsyndrom ist gemessen an der Zahl der Betroffenen ein Volksleiden“ [2,3]. Für Dr. med. Michaela Moosburner, Chefärztin im Krankenhaus für Naturheilweisen, München, ist das praktischer Arztalltag: „Auch in unsere Klinik kommen immer mehr Menschen mit Reizdarmsyndrom.

Da wir bei dieser Erkrankung keine körperlichen Ursachen feststellen können, werden die jeweils vorherrschenden Beschwerden der Patienten symptomorientiert therapiert.“ Dabei haben sich zur unterstützenden Behandlung von Blähungen, Durchfall und Krämpfen pflanzliche Arzneimittel mit z. B. Myrrhe* bewährt.

Die belgischen Wissenschaftler werteten für ihre neue Studie die Angaben einer repräsentativen Bevölkerungsgruppe von mehr als 1.000 Bürgern aus. Unter den knapp 70 Prozent der Teilnehmer, die in den vergangenen 12 Monaten unter Darmbeschwerden litten, waren deutlich mehr Frauen als Männer (78,3 Prozent zu 58,7). Dabei hatten die meisten an mindestens drei Tagen im Monat Darmbeschwerden – 12 Prozent sogar jeden Tag. „Diese Zahlen dürften meiner Einschätzung nach auch in Deutschland vergleichbar hoch sein“, vermutet Moosburner.

„Volkskrankheit Reizdarm“ – die Zahlen steigen

Da mit 17 Prozent der deutschen Bevölkerung sehr viele Menschen an Reizdarm leiden, ist für die BARMER klar: „Das Reizdarmsyndrom ist ein Volksleiden“ [2,3]. Auch der aktuelle „DAK-Psychoreport 2019“ zeigt, dass sich immer mehr Menschen aufgrund sogenannter psychosomatischer/somatoformer Erkrankungen krankschreiben lassen: Bei diesen körperlichen Krankheiten wie beispielsweise Reizdarm, wo Ärzte keine organische Ursache finden, stieg die Quote der Krankmeldungen um 180 Prozent [4].

Ärzte behandeln die dabei vorherrschenden Symptome wie Blähungen, Durchfall und Krämpfe oft mit pflanzlichen Arzneimitteln – denn diese sind wirksam und gut verträglich. Besonders der sogenannte „Multi-Target-Effekt“ spricht bei diesem Krankheitsbild mit diversen Beschwerden für pflanzliche Kombinationsarzneimittel: Durch die verschiedenen Inhaltsstoffe werden mehrere therapeutische Effekte gleichzeitig ausgeübt – so wirken die Pflanzenstoffe beispielweise vereint gegen Entzündungen, Krämpfe und sind wundheilungsfördernd sowie entblähend.

Pflanzliche Therapie wissenschaftlich gut belegt

Zu den wichtigsten Eigenschaften eines Reizdarmpräparats gehören für viele Ärzte eine entkrampfende und entzündungshemmende Wirkung [5]. Darüber hinaus ist die Linderung der oft vorkommenden Symptome wie Blähungen und Durchfall von Relevanz. Diese Anforderungen erfüllen zum Beispiel Arzneimittel mit Myrrhe*, die in der Apotheke erhältlich sind. Es konnte gezeigt werden, dass Myrrhe nachgewiesenermaßen entzündungshemmend wirkt, Darmkrämpfe lindert und die Darmbarriere stabilisiert [6-11]. Eine Beobachtungsstudie mit mehr als 1.000 Patienten in 131 deutschen Arztpraxen hat außerdem ergeben, dass ein Arzneimittel mit Myrrhe zu einer deutlichen Besserung der Durchfallsymptomatik und des Gesamtbeschwerdebilds bei Reizdarm, chronischen Darmerkrankungen und akuten Durchfällen führte [12].

*MYRRHINIL-INTEST® – Ein traditionelles pflanzliches Arzneimittel zur unterstützenden Behandlung bei Magen-Darm-Störungen mit unspezifischem Durchfall, begleitet von leichten Krämpfen und Blähungen.

Quellen:

[1] Van den Houte K et al. Prevalence and impact of self-reported irritable bowel symptoms in the general population. United European Gastroenterology Journal, 2019, Vol. 7(2) 307–315
[2] BARMER RLP/Saarland Pressemeldung, 23. Mai 2019: Saarländer leiden am häufigsten unter Reizdarm
[3] BARMER Bayern, Pressemeldung, 02. April 2019: Reizdarm: Volkskrankheit in Bayern – Jeder 6. Betroffen
[4] DAK-Psychoreport 2019
[5] Aktuelle repräsentative Online-Umfrage, 201 Allgemeinmediziner, Praktiker, Internisten (API), Kantar Deutschland GmbH, Geschäftsbereich Kantar Emnid, Befragungszeitraum: 18.02.-19.02.2019, Die Stichprobe der befragten Mediziner wurde vom Markforschungsunternehmen Kantar-Emnid nach Geschlecht, Alter und Region quotiert und bildet damit die Zielgruppe der API hinsichtlich dieser relevanten Strukturmerkmale ab. Die Ergebnisse sind dahingehend auf die Grundgesamtheit verallgemeinerbar und repräsentativ.
[6] Vissiennon C. et al: Mechanisms on spasmolytic and anti-inflammatory effects of a herbal medicinal product consisting of myrrh, chamomile flower, and coffee charcoal. Wien Med Wochenschr. 2017
[7] Vissiennon C. et al: Chamomile Flower, Myrrh and Coffee Charcoal, Components of a Traditional Herbal Medicinal Product, Diminish Proinflammatory Activation in Human Macrophages. Planta Med.2017
[8] Vissiennon C. et al: Synergistic interactions of chamomile flower, myrrh and coffee charcoal in inhibiting pro-inflammatory chemokine release from activated human macrophages Synergy, 2017
[9] Weber L et al: Plant compounds of coffee charcoal inhibit chemokine/cytokine release from activated human macrophages. Poster, 4th International Phyto Congress, Wien (2018)
[10] Storr M. et al. The Herbal Extracts of Myrrh, Chamomile and Coffee Charcoal Modulate Intestinal Neurotransmission and Motility in Murine Small Intestine. EC Gastroenterology and Digestive System, 2017
[11] Rosenthal R. et al. Myrrh exerts barrier-stabilising and –protective effects in HT-29/B6 and Caco-2 intestinal epithelial cells. Int J Colorectal Dis. 2016
[12] Albrecht U. et al. Efficacy and safety of a herbal medicinal product containing myrrh, chamomile and coffee charcoal for the treatment of gastrointestinal disorders: a non-interventional study. BMJ Open Gastro. 2014

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CGC – Cramer-Gesundheits-Consulting GmbH

Autor: Redaktion Medizin und Ernährung