OB Partsch: „Werden die Belästigung, Bedrängung und Verunsicherung von Beschäftigen und Impflingen nicht hinnehmen!“ / Kaum Infektionsgeschehen in den Kitas / 15 neue Fälle am Mittwoch / Inzidenz bei 71,3.

Hessische-Nachrichten -News-aus-Darmstadt- Aktuell -Darmstadt – Der Covid-19-Krisenstab der Wissenschaftsstadt Darmstadt hat sich in seiner Sitzung vom heutigen, Mittwoch, 27. Januar, vor allem mit den weiteren Entwicklungen im und rund um das Impfzentrum beschäftigt. Mit der steigenden Anzahl an Impfungen nehmen auch die positiven Berichte aus der Bevölkerung weiter zu, wie Oberbürgermeister Jochen Partsch berichtet: „Ich bekomme weiterhin sehr viele positive Rückmeldungen zur hochprofessionellen Arbeit im Impfzentrum. Die Menschen sind dankbar und beeindruckt, auch und vor allem über den pragmatischen und unbürokratischen Umgang. Dies ist vielleicht auch eine tolle Motivation für die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter und spendet Kraft für ihre wichtige Arbeit in den kommenden Wochen und Monaten.“

Unterdessen hat das Impfzentrum damit begonnen, einen eigens dafür umgebauten Bus der HEAG mobilo als sogenannten Impfbus zu testen. Dieser soll nach Abschluss der Arbeiten über eine oder zwei Impfkabinen verfügen und eine weitere Variante für das mobile Impfen außerhalb des Impfzentrums darstellen. „Noch gibt es keine endgültige Entscheidung darüber, wie und wo der Bus dann konkret eingesetzt werden könnte“, erläutert Oberbürgermeister Jochen Partsch, „vorstellbar erscheint jedoch das Anfahren größerer Einrichtungen im Gesundheitsbereich, um zusätzlich zu unterstützen und die Abläufe weiter zu beschleunigen. Dies ist jedoch, und das ist leider das große Problem der derzeitigen Situation, nur möglich, wenn uns jetzt sehr bald größere Mengen an Impfstoff zur Verfügung stehen!“

Diesen positiven Entwicklungen gegenüber stehen leider zunehmend schlechte Erfahrungen mit sogenannten ‚Impfgegnern‘, die mittlerweile vereinzelt vor dem darmstadtium auftauchen, filmen und offenbar versuchen, Mitarbeiter und Impflinge einzuschüchtern. Noch hat die Security die Situation gemeinsam mit der Landespolizei im Griff, doch die Entwicklung macht durchaus Sorge: „Es ist uns sehr wichtig hier deutlich zu machen, dass wir eine Belästigung, Bedrängung und Verunsicherung von Beschäftigen und Impflingen nicht hinnehmen werden. Dieses Verhalten ist in höchstem Maße kontraproduktiv, unverantwortlich gegenüber der Gesundheitssituation älterer Menschen und eine Anmaßung für die enorm schwierige und belastende Situation für die Kinder, Jugendlichen und Eltern und die von massiven Schäden betroffene Wirtschaft. Diese selbsternannten Impfgegner sind, und das muss man klar sagen, die Gegner einer guten Entwicklung in dieser in höchstem Maße belastenden Pandemielage.“

Positiv ist dagegen die Nachricht, dass in den Darmstädter Kitas derzeit kein nennenswertes Infektionsgeschehen feststellbar ist. Die Auslastung bleibt in etwa gleich. Stand heute werden stadtweit in allen Einrichtungen insgesamt 3400 Kinder und damit etwa 42 Prozent betreut. In den Schulen wird für Freitag wieder mit belastbaren Zahlen gerechnet. In den Alten- und Pflegeheimen ist die Zahl der Betroffenen auch in der derzeit letzten betroffenen Einrichtung rückläufig.

In den Darmstädter Kliniken bleibt die Situation angespannt. Auf Normal- und Intensivstation befinden sich im Klinikum Darmstadt 49 (23), im Elisabethenstift 28 (4) und im Alice-Hospital 10 (0) Patientinnen und Patienten mit Covid-19. Die scheinbar sinkende Zahl der stationären Fälle ist jedoch nicht allein ausschlaggebend, wie das Klinikum erläutert, weil es nach wie vor zahlreiche Abverlegungen in andere Versorgungsgebiete gibt. „Es gilt auch hier“, so OB Partsch, „dass wenn die Inzidenz weiter dramatisch hoch bleibt, die Bewältigung für die Gesundheitssysteme auf Dauer nicht möglich sein wird.“

Wie das Gesundheitsamt mitteilt, sind für die Wissenschaftsstadt Darmstadt für den heutigen Mittwoch 15 laborbestätigte Fälle von Covid-19 dazugekommen, so dass kumuliert nun 3506 laborbestätigte Fälle in Darmstadt registriert sind. 3286 davon betrachtet das Gesundheitsamt als wieder genesen. Die Inzidenz liegt bei 71,3.

27. Januar 2021 / DK

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