Schulen heben Präsenzpflicht auf / Inzidenz bei 135,1.

Hessische-Nachrichten -News-aus-Darmstadt- Aktuell -Darmstadt – Die jüngste Sitzung des Krisenstabs der Wissenschaftsstadt Darmstadt stand am Montagmorgen unter dem Eindruck der Bund-Länder-Beschlüsse vom Sonntag und damit der nach wie vor sehr ernsten Lage in der Covid-19-Pandemie. Diese zeigt sich insbesondere bei der Situation in den Krankenhäusern, in denen die Zahl der Covid-19-Belegungen stetig steigt – sowohl auf den Normal-, als auch auf den Intensivstationen. Inzwischen ist auch ein erster Patient aus den Kinderkliniken auf die Intensivstation verlegt worden.

Das Klinikum betreut derzeit 55 Covid-19-Fälle auf den Normalstationen und 16 auf Intensiv, das Elisabethenstift 33 auf Normal und drei auf Intensiv; im Alice-Hospital sind es zehn Fälle. Das ist im Vergleich zur Situation vor einer Woche im Klinikum eine Steigerung von 54 auf 71, im Elisabethenstift von 26 auf 36 Betroffene. Insgesamt verzeichnete das Gesundheitsamt in Darmstadt während der vergangenen Woche 200 Covid-19-Neuinfektionen.

„Das sind die höchsten Zahlen, die wir während der Corona-Pandemie jemals in den Darmstädter Kliniken hatten“, betonte Oberbürgermeister Jochen Partsch. „Dies unterstreicht, wie absolut notwendig und vernünftig der Shutdown ist, der nun ab Mittwoch startet. Der Shutdown bis zum 10. Januar 2021 wird vom Krisenstab und von allen beteiligten Einsatzkräften in bestmöglichem Einsatz begleitet. Jetzt muss sich zeigen, dass wir Einsicht und Solidarität aufbringen, um die Kranken und von Krankheit bedrohten zu schützen.

Der Shutdown bringt für die Menschen, die Familien, die Unternehmen, kurz für uns alle, enorme Einschränkungen. Er ist dennoch richtig, weil die Infektionszahlen viel zu hoch sind und damit die Leistungsfähigkeit unseres Gesundheitswesens nicht mehr gewährleistet ist. Die nächsten Wochen werden eine lange harte Zeit, da dürfen wir uns nichts vormachen. Der Shutdown hat aber das Ziel, die Pandemie zu stoppen und auch zurückzudrängen. Wenn wir alle auch jenseits von staatlichen Vorgaben und Verboten mit Einsicht und Vernunft vorgehen, werden wir das Ziel erreichen.“

Keine Entwarnung gibt es auch bei den Pflegeeinrichtungen; hier sei nach wie vor extreme Vorsicht geboten. Das Personal hat teils durch die Einrichtungen selbst, teils durch die seit zwei Wochen operierende Task Force die Möglichkeit zu Antigen-Schnelltests. Weitere Teststrategien werden geprüft.

In den Schulen wird ab Mittwoch, 16. Dezember, entsprechend den Bund-Länder-Beschlüssen die Präsenzpflicht aufgehoben, verbunden mit dem dringenden Appell an Schülerinnen und Schüler, zuhause zu bleiben.

Das Gesundheitsamt meldete für Montag aktuell 22 neue, laborbestätigte Fälle. Damit beträgt die Fallzahl der COVID-19-Erkrankungen für Darmstadt kumulativ 2491; 2062 von diesen werden als geheilt betrachtet (geschätzt). Die Sieben-Tages-Inzidenz liegt bei 135,1.

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