Mittelrhein-Tageblatt - Deutsches Tageblatt - News - EltvilleEltville am Rhein – In der Corona-Krise gestaltete sich auch die Projektarbeit der Eltviller Engagierten im Patenschaftsprojekt „Alt und Jung – Chancenpatenschaften“ schwierig.

Bei seinem jährlichen Besuch im Rheingau verschaffte sich Koordinator Erik Rahn zusammen mit Amtsleiterin Bettina Behrens einen Eindruck davon, wie das freiwillige Engagement unter diesen besonderen Bedingungen trotzdem aufrechterhalten wurde.

Im Gespräch mit haupt- und ehrenamtlichen Akteuren würdigte er ihren Einsatz, der dazu beigetragen hat, dass die begleiteten Personen – Geflüchtete und junge Menschen in schwierigen Lebenslagen – nicht aus dem Blick geraten. Die Eltviller Engagierten schilderten im Gespräch, wie sie versuchen, den Kontakt durch digitale Instrumente zu wahren. Dabei stoßen sie jedoch mitunter an Grenzen. Manche der begleiteten Familien sind nicht hinreichend technisch ausgestattet, verfügen nicht über das nötige Knowhow oder guten Netzzugang. Die digitale Herausforderung wurde durch die Krise auch in anderen Lebensbereichen deutlich und soll nun in Eltville noch konsequenter angepackt werden.

Das Projekt setzt sich seit 2016 für Integration und soziale Teilhabe ein und wird sowohl vom bundesweiten Träger, der Bundesarbeitsgemeinschaft Seniorenbüros, als auch vom fördernden Bundesfamilienministerium als sehr erfolgreich angesehen. Insgesamt wurden von den beteiligten Organisationen bislang über 100.000 Patenschaften im rahmengebenden Programm „Menschen stärken Menschen“ gestiftet. Eine Fortführung der Bundesförderung ist aus Sicht der Beteiligten auch weiterhin notwendig, um gesellschaftliche Vielfalt durch freiwilliges Engagement von Alt und Jung zu gestalten.

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Stadt Eltville am Rhein