Eltville am Rhein – Coronavirus: Gemeinsam durch die Krise

Mittelrhein-Tageblatt - Deutsches Tageblatt - News - EltvilleEltville am Rhein – Coronavirus: „Eines stelle ich hier und in vielen persönlichen Gesprächen fest: Niemand kann im Augenblick sagen, wie es weitergeht. Außerdem kann niemand vorhersagen, wie lange dieser heruntergefahrene Zustand andauern wird“, erklärt Bürgermeister Patrick Kunkel.

„Ich bin jedoch fest davon überzeugt, dass wir gestärkt aus dieser Krise herauskommen, wenn wir alle jetzt Ruhe bewahren und solidarisch sind“, so Kunkel weiter. Seine Prioritäten blieben so, dass sich der Krisenstab zuerst um die Gesundheit und dann um die Wirtschaft kümmere. „Wenn die Krise überstanden ist, wird es Förderprogramme geben, die wir uns genau ansehen und unsere Wirtschaft bei den Anträgen unterstützen werden“, bekräftigt der Verwaltungschef.

Das Virus ist extrem ansteckend. Tückisch ist auch die lange Inkubationszeit. Hier verspürt man zwar keinerlei Krankheitssymptome, steckt aber unbemerkt andere Leute an. „Es handelt sich um eine unsichtbare Gefahr“, so Kunkel. Es sei deshalb davon auszugehen, dass schon sehr viel mehr Menschen in Deutschland infiziert seien, als die offiziellen Fallzahlen belegen. Diese unbemerkt infizierten Menschen verbreiten das Virus alle weiter. Deshalb gehen Wissenschaftler davon aus, dass die Infiziertenzahl explodiert.

„Um die Ausbreitungsgeschwindigkeit des Coronavirus zu verlangsamen, hilft nach aktuellem Wissensstand allein die Isolation“, erklärt Bürgermeister Patrick Kunkel. Dies bedeute, dass jeder auf möglichst alle sozialen Kontakte verzichten müsse. „Deshalb“, so Kunkel, „rufe ich alle Menschen auf: Bitte bleiben Sie zu Hause!“

Die Stadt Eltville am Rhein hält in allen Bereichen einen Notdienst für Bürgerinnen und Bürger aufrecht. Die Stadtverwaltung ist montags bis freitags von 9 bis 12 Uhr unter der Hotline 06123 697-0 und per Mail buergerservice@eltville.de erreichbar.

Am heutigen Donnerstag nimmt auch der Betriebshof wieder seine Arbeit auf – „wir haben dazu alle notwendigen Vorsichtsmaßnahmen getroffen, damit die Mitarbeiter alleine und geschützt arbeiten können“, so Kunkel.

Ab diesem Donnerstag sollen auch die Ordnungskräfte der Kommunen unterstützt durch Betriebshofmitarbeiter dabei helfen, die Anordnungen des Landes zu überwachen und deren Umsetzung zu erreichen. Dazu gehören die Kontrolle der Spielplätze und Sportstätten ebenso wie die Überwachung der geschlossenen Läden.

Ein weiterer Tipp: „Bitte halten Sie im Supermarkt an der Kasse einen ausreichend großen Abstand zum Vordermann!“ Auch die Ladenbesitzer und Geschäfte reagieren und sorgen in Eigeninitiative für Absperrungen, die Wartezonen markieren, um auch hier den notwenigen Abstand zwischen den Wartenden zu wahren.

Die Gemeindeschwester Anna Böttger ist für Hilfestellungen für Seniorinnen und Senioren unter der Telefonnummer 0157 309 648 35 erreichbar. Iris Siepe von der Anlaufstelle des Präventionsrates ist für alle telefonisch erreichbar unter 06123 999-720.

Wer Hilfe – etwa beim Einkaufen – benötigt, meldet sich bei der Stadt über das NetzwerkBüro Eltville Ehrenamt, Bettina Behrens, unter Telefon 06123 697-390 oder per Mail info@netzwerk-eltville.de.

Informationen finden Interessierte auch auf der Homepage der Stadt Eltville unter www.eltville.de. Hier stehen jetzt auch Informationen zur Corona-Krise in verschiedenen Sprachen bereit.

Auch die Kirchen im Rheingau reagieren auf diese besondere Situation: Auf der Internetseite von TRIANGELIS finden nicht nur Christen geistige Nahrung und Trost: www.triangelis.de. Überdies wendet sich der Eltviller Pfarrer Dr. Robert Nandkisore per Videobotschaft an die Menschen, abzurufen unter www.peterundpaul-rheingau.de.

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Stadt Eltville am Rhein, 19. März 2020