Eltville am Rhein – Informationen zum Coronavirus

Mittelrhein-Tageblatt - Deutsches Tageblatt - News - EltvilleEltville am Rhein – „Auch bei uns häufen sich die Nachfragen besorgter Bürgerinnen und Bürger zum Coronavirus“, berichtet Bürgermeister Patrick Kunkel.

Die Stadt stehe in engem Kontakt mit dem Rheingau-Taunus-Kreis und gibt die Informationen des Kreises gerne an die Eltviller Bevölkerung weiter. „Streuen Sie die Informationen gerne unter ihren Nachbarn und auch über die sozialen Netzwerke“, ruft der Rathauschef auf.

Das Gesundheitsamt des Rheingau-Taunus-Kreises informiert über den Ausbruch des neuen Coronavirus (2019-nCov / SARS-CoV-2):

Nachdem am vergangenen Wochenende in Italien unvermutet Fälle bekannt geworden sind, gibt es nun auch Fälle in Deutschland. Es besteht aber kein Grund zur Panik. Im Rheingau-Taunus-Kreis gibt es bisher keine bestätigten Fälle.

AKTUELLER STAND (28.02.2020)

Nach jetzigem Kenntnisstand verläuft der allergrößte Teil der Infektionen mit einer sehr geringen grippalen Symptomatik oder ganz ohne Symptome. Nur ein Teil der Patienten erkrankt schwerer und muss stationär behandelt werden. Die bisherigen Todesfälle haben ganz überwiegend ältere Menschen und Patienten mit Vorerkrankungen betroffen. Wie gefährlich das neue Coronavirus ist, lässt sich noch nicht endgültig einschätzen, weil in der Zahl der bekannten Fälle die vermutlich viel größere Zahl der harmlosen Verläufe nicht enthalten ist. Experten vermuten, dass das neue Coronavirus nicht gefährlicher ist als Influenza.

SO KANN ICH MICH SCHÜTZEN

Sie können sich schützen, indem Sie Menschenansammlungen meiden und sich von Menschen mit Erkältungssymptomen fernhalten. Ein einfacher Mundschutz gibt nur einen vermeintlichen Schutz vor einer Infektion. Das Tragen eines Mundschutzes kann bei eigener Erkältung aber Menschen in der Umgebung vor einer Infektion schützen. Wichtig ist, sich häufig gründlich die Hände mit Wasser und Seife zu waschen, insbesondere beim Nach-Hause-Kommen, vor der Zubereitung von Mahlzeiten und vor dem Essen. Außerdem sollte man ganz bewusst vermeiden, sich mit den Händen im Gesicht zu berühren, weil man den Erreger, z. B. von Türkliniken oder beim Berühren von Flächen in der Öffentlichkeit, auf die Hände gebracht haben könnte und ihn beim Reiben der Augen oder Nase auf die Schleimhäute transportiert. Mit Erkältungssymptomen sollte man zu Hause bleiben und je nach Schweregrad seinen Hausarzt aufsuchen.

Menschen, die aus Gebieten zurückkehren, in denen es Fälle des neuen Coronavirus gibt, und die Krankheitssymptome entwickeln, sollten ihren Hausarzt zunächst anrufen und entsprechend informieren, damit der Besuch in der Praxis geplant werden kann.

MELDEPFLICHT BEIM GESUNDHEITSAMT

Nachweise des neuen Coronavirus müssen dem Gesundheitsamt gemeldet werden. Die Patienten werden im Krankenhaus aufgenommen und isoliert. Das Gesundheitsamt ermittelt die möglichen Kontaktpersonen, stellt diese unter häusliche Quarantäne und überprüft täglich deren Befinden. Der Sinn ist, die Weiterverbreitung des Virus zu verhindern. Sollten bei den Kontaktpersonen Symptome auftreten, erfolgt eine entsprechende Diagnostik.

SIE WOLLEN MEHR WISSEN?

Das Hessische Ministerium für Soziales und Integration hat eine hessenweite Hotline geschaltet. Unter der Telefonnummer 0800 5554666 können Bürger ihre Fragen stellen. Weitere Informationen finden Sie zudem auf der Homepage des Robert-Koch-Instituts unter www.rki.de sowie auf der Homepage des HSMI unter www.soziales.hessen.de.

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Stadt Eltville am Rhein, 28. Februar 2020