Frankfurt am Main – Beteiligungsunternehmen – Leistungen für ein lebenswertes Frankfurt

Bürgermeister Becker legt Beteiligungsbericht der Stadt Frankfurt gemeinsam mit Vertretern von Beteiligungsunternehmen vor.

Mittelrhein-Tageblatt - Deutsches Tageblatt - News - Frankfurt am MainFrankfurt am Main – (ffm) Die Beteiligungsgesellschaften der Stadt Frankfurt am Main stellen als wichtige Säulen unserer Kommune die passende Daseinsvorsorge für alle Frankfurter zur Verfügung. In allen Bereichen der Daseinsvorsorge – von der Wirtschaft und Stadtentwicklung über Verkehr, Ver- und Entsorgung, Wohnungsbau, Kultur, Sport und Freizeit sowie Gesundheit und Soziales – erfüllen die Beteiligungsgesellschaften einen großen Teil der kommunalen Leistungen. Angepasst an die neuen Anforderungen des Klimaschutzes gehen viele Gesellschaften verstärkt neue Wege, damit Frankfurt auch in Zukunft lebens- und liebenswert bleibt.

„Die Beteiligungsgesellschaften unterstützen mit ihrer Kompetenz die Stadt Frankfurt am Main“, sagt Bürgermeister und Beteiligungsdezernent Uwe Becker. „Gemeinsam packen wir die großen Herausforderungen einer wachsenden Stadt unter Berücksichtigung des Klima- und Umweltschutzes an.“

Das Beteiligungsportfolio der Stadt umfasste zum 31. Dezember 2018 insgesamt 228 wesentliche Beteiligungen, an denen die Stadt direkt oder indirekt mit einem Anteil von mindestens 20 Prozent beteiligt war. Im Jahr 2018 ergaben sich acht Zugänge und sieben Abgänge. Von den 228 Gesellschaften entfallen mit 44 Gesellschaften 19,3 Prozent auf die direkten Beteiligungen. Hiervon sind 25 Gesellschaften direkte Mehrheitsbeteiligungen, das heißt Gesellschaften, an denen die Stadt Anteile am Stammkapital von über 50 Prozent hält. Die Anzahl der direkten Mehrheitsbeteiligungen beinhaltet auch sechs Eigenbetriebe. Die Zahl aller Beteiligungen der Stadt zum 31. Dezember 2018 beträgt insgesamt 573.

„Der Erfolg unserer Unternehmen zeigt sich auch im Erfolg der Stadt“, sagt Becker. „Die Fraport AG beispielsweise zählt mit ihrem internationalen Portfolio zu den weltweit führenden Flughafenbetreibergesellschaften und der Flughafen Frankfurt ist mit insgesamt fast 81.000 Beschäftigten die größte lokale Arbeitsstätte Deutschlands. Ohne unseren Flughafen wäre Frankfurt weder ein so bedeutender Wirtschaftsstandort noch ein so erfolgreicher Messeplatz in der Welt. Auch unsere finanzielle Kraft, mit der wir vieles an sozialer und kultureller Infrastruktur bezahlen, unsere Schulen und unsere Mobilität finanzieren oder auch neue Wohnungen bauen, hängt in hohem Maße vom Erfolg unseres Flughafens ab. Daher müssen wir bei allen Anstrengungen zur Verringerung der mit dem Flugverkehr verbundenen Belastungen immer auch im Blick behalten, dass die Zukunftsfähigkeit Frankfurts eng mit einem leistungsstarken Flughafen verbunden ist. Dies sollten wir auch in den politischen Debatten stärker beherzigen“, sagt Becker.

„Wir sind stolz darauf, Teil der Erfolgsgeschichte Frankfurts zu sein. Mit mehr als 300 Zielen in knapp 100 Ländern sind wir für diese Stadt das Tor zur Welt. Der Flughafen Frankfurt macht die Region gleichzeitig zu einem Magneten für internationale Firmen, die auf eine gute Verkehrsanbindung setzen und deshalb ihre Zentrale in das Rhein-Main-Gebiet verlegen. Geschäfts- wie Urlaubsreisende schätzen den kurzen Weg aus der Stadt zu uns und die Intermodalität unseres Standorts“, führt Stefan Schulte, Vorstandsvorsitzender von Fraport, aus.

Mit ihren Angeboten an vielen kommunalen Leistungen sichern die Beteiligungsgesellschaften der Stadt Frankfurt einen großen Teil der Grundversorgung der Menschen in der Stadt. Der Mainova-Konzern beispielsweise hat, trotz des starken Wettbewerbs mit über 1000 Tarifen deutschlandweit, die Zahl der Kunden 2018 auf 714.000 gesteigert.

Der Mainova-Konzern gewährleistet die zuverlässige Versorgung der Stadt, ihrer Bewohner und auch Pendler mit Strom, Gas, Wasser und Wärme und baut hierzu die regionale Infrastruktur kontinuierlich aus. Mainova-Vorstandsvorsitzender Constantin H. Alsheimer sagt: „Um eine dauerhaft kostengünstige und zuverlässige Versorgung unserer Kunden sicherzustellen, investiert Mainova in erheblichem Maße in die Energie- und Wasserinfrastruktur. Dies wird auch in Zukunft weiter der Fall sein. So tragen wir zum Wachstum der Mainmetropole bei.“

Trotz großer Herausforderungen der wachsenden Stadt und neuer europäischer Richtlinien, die Mitte 2018 in Kraft traten, bleibt auch die FES weiter erfolgreich und hat ihre führende Marktposition in unserer Region behauptet. „Mit der Entscheidung des Stadtparlaments Ende Juni, FES in seiner bisherigen Struktur als ÖPP zu erhalten, ist eine große Last von der Belegschaft gefallen. Mit dem Abschluss neuer Leistungsverträge über Abfallentsorgung und Stadtreinigung hat FES die Planungssicherheit, die wir brauchen, um die vielen Dienstleistungen, die wir für die Frankfurter Bürgerinnen und Bürger erbringen, insbesondere durch Digitalisierung weiter zu perfektionieren“, ergänzt Geschäftsführer Benjamin Scheffler.

„Als überzeugter Kommunalwirtschaftler sehe ich, dass unsere Beteiligungsunternehmen einen erheblichen Beitrag zur Stärkung und zum Ausbau der Attraktivität unserer Stadt leisten,“ betont Bürgermeister Becker. „Die Kompetenzen und Leistungen der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in den städtischen Unternehmen sind mit ein Grund dafür, dass Frankfurt so lebenswert und auch wirtschaftlich erfolgreich ist.“

Auch beim Klimaschutz setzen die städtischen Unternehmen bereits seit Jahren auf Nachhaltigkeit. So trägt die Mainova unter anderem mit dem Ausbau der umweltschonenden Fernwärme wesentlich zur CO2-Einsparung in der Region bei. Darüber hinaus betreibt Mainova Windkraftanlagen und Solarparks in Bayern, Brandenburg, Hessen, Rheinland-Pfalz, Sachsen, Schleswig-Holstein sowie in Frankreich und hat kürzlich zwei weitere Windräder bei Karben erworben. Als Marktführer für Solar-Mieterstromanlagen treibt Mainova vor allem auch zusammen mit der ABG Frankfurt Holding den Ausbau der Solarenergie im urbanen Raum voran.

Die lokale book-n-drive Carsharing GmbH, an der die Mainova und die ABG Frankfurt Holding Wohnungsbau- und Beteiligungsgesellschaft mbH beteiligt sind, etabliert nachhaltigen Individualverkehr in Frankfurt. So können die Kunden beim größten Anbieter in der Region beispielsweise auch mit Wasserstoff betriebene Fahrzeuge buchen. Die FES-Gruppe hat 2018 ihr Ziel erreicht, den Energieverbrauch ihrer diversen Liegenschaften und Entsorgungsanlagen vollständig aus eigenen nachhaltigen Quellen zu decken. Die Eigenversorgungsquote bei Strom und Wärme erreichte 145 Prozent.

„Die Stadt Frankfurt am Main und die städtischen Unternehmen können stolz auf ihre Leistung sein. Es liegt aber auch zukünftig in unserer Verantwortung alle Bereiche der Daseinsvorsorge zu erhalten, wirtschaftlich zu stärken und so das Frankfurt von morgen nachhaltig zu gestalten“, sagt Becker.

Er wird den vorgestellten Beteiligungsbericht unter dem Motto „Beteiligungsunternehmen – Leistungen für ein lebenswertes Frankfurt“ nun dem Magistrat und anschließend der Stadtverordnetenversammlung vorlegen.

Nach der Beschlussfassung der Stadtverordnetenversammlung können interessierte Bürger den Beteiligungsbericht einsehen oder kostenlos als Download von der Website http://www.beteiligungsmanagement.stadt-frankfurt.de herunterladen.