Ein Frankfurter Original für Krakau.

Mittelrhein-Tageblatt - Deutsches Tageblatt - News - Frankfurt am MainFrankfurt am Main – (ffm) Wer mit offenen Augen durch Frankfurts polnische Partnerstadt Krakau flaniert, wird früher oder später auf eine Vielzahl an „typischen Stadtmöbeln“ aus anderen Partnerstädten treffen. So hat Innsbruck ein Fahrrad in Form eines Blumenständers mitgebracht, die schweizer Gemeinde Solothurn zwei Sitzgelegenheiten gestiftet und sich Kiew in Form einer Statue der Prinzessin Anna von Kiew im Stadtbild von Krakau verewigt.

Anfang September weilte eine Frankfurter Delegation in der polnischen Metropole, um die Ausstellung „DiverCity FFM“ mit Bildern des Frankfurter Fotografen Rafael Herlich im Internationalen Konferenzzentrum (ICC) am Marktplatz zu eröffnen. Im Gepäck hatten Herlich und Vertreterinnen des Referats für Internationale Angelegenheiten (RIA) zudem ein waschechtes Frankfurter Original: Einen öffentlichen Bücherschrank, von denen es seit 2009 über 70 Exemplare in der Mainmetropole gibt. Dieser wurde gemeinsam mit Vertretern der Stadt Krakau im Zielony-Jar-Park im Stadtteil Krzesławice aufgebaut und feierlich in Betrieb genommen.

„Die öffentlichen Bücherschränke haben sich binnen kurzer Zeit in Frankfurt als sozialer Treffpunkt und Ort des literarischen Austauschs etabliert. Ich freue mich sehr darüber, dass die Stadt Krakau, mit der wir eine der aktivsten Städtepartnerschaften unterhalten, nun ebenfalls ein Stadtmöbel besitzt, wie es für Frankfurt nicht typischer sein könnte“, sagt Oberbürgermeister Peter Feldmann.

Damit künftig nicht nur Rafael Herlichs sehenswerte Fotobände den Krakauer Bücherschrank füllen, hat die örtliche Stadtteilbibliothek die obligatorische Patenschaft für den Bücherschrank übernommen und kümmert sich fortan um Bestückung und Pflege des Stadtmöbels.

Frankfurt und das hinsichtlich der Einwohnerzahl etwa gleich große Krakau unterhalten seit 1991 eine Städtepartnerschaft. Neben regelmäßigen Schüler- und Kulturaustauschen pflegen beide Städte auch enge wirtschaftliche Beziehungen. Für Freitag, 6. Dezember, dem Tag der Unterzeichnung der Städtepartnerschaft, ist ein Domkonzert mit dem Chor der Johannes-Paul II. Universität aus Krakau geplant. Zudem werden Kinder aus Frankfurt in den Herbstferien nach Polen reisen, um dort zusammen mit Krakauer Kindern eine Weihnachtskrippe mit Motiven aus beiden Städten unter Anleitung eines Krakauer Krippenbauers zu basteln. Die Krippe wird im Dezember am alljährlich stattfindenden Krippenwettbewerb des Historischen Museums Krakau teilnehmen.

Die Ausstellung „DiverCity FFM“ von Rafael Herlich ist noch bis Montag, 30. September, im Internationalen Konferenzzentrum zu Krakau zu besichtigen. Weitere Infos zur Städtepartnerschaft gibt es unter https://www.frankfurt.de/sixcms/detail.php?id=3943&_ffmpar[_id_inhalt]=59126 im Internet.