Frankfurt am Main – Magistrat beschließt Mietspiegel 2020: Werte werden an Lebenshaltungskosten angepasst

Mittelrhein-Tageblatt - Deutsches Tageblatt - News - Frankfurt am MainFrankfurt am Main – (ffm) Der Magistrat der Stadt Frankfurt am Main hat am Montag, 4. Mai, den Mietspiegel 2020 beschlossen, der zum 1. Juni in Kraft tritt. Es handelt sich dabei um keine Neuerhebung, sondern um die turnusmäßige Fortschreibung der ortsüblichen Vergleichsmieten für das Gebiet der Stadt Frankfurt aus dem Jahr 2018. Die Tabelle gilt als amtliche Auskunft über das allgemeine Mietpreisgefüge in Frankfurt und als qualifizierter Mietspiegel.

Da der Mietspiegel 2018 mit dem 31. Mai außer Kraft tritt, wurde zum Ablauf der zweijährigen Geltungsdauer eine Fortschreibung der Mietspiegelwerte durchgeführt. Sie entspricht der Entwicklung des vom Statistischen Bundesamt ermittelten Verbraucherpreisindexes. Die Fortschreibung der Mieten dient der Wertsicherung entsprechend der allgemeinen Preissteigerung in Deutschland und entspricht den Ausführungen des Gesetzgebers zum Mietrecht. Die Veränderung der Nettomieten des Mietspiegels 2020 gegenüber dem Mietspiegel 2018 beträgt durchschnittlich gerundet 3,5 Prozent. Ausgehend von der Erhebung von 2018 steigt die durchschnittliche Nettokaltmiete in Frankfurt damit von derzeit 9,36 auf 9,69 Euro pro Quadratmeter und Monat. Die ortsübliche Vergleichsmiete muss unabhängig davon für jede einzelne Wohnung anhand ihrer Merkmale mit Hilfe des Mietspiegels ermittelt werden.

Der neue Frankfurter Mietspiegel 2020 hat eine Laufzeit bis zum 31. Mai 2022. Er kann gegen Ende Mai im Amt für Wohnungswesen und über den Buch- und Zeitschriftenhandel für eine Schutzgebühr von drei Euro erworben werden. Weitere Bezugsquellen sind die Tourist Information Römerberg, die Bürgerämter und die in der Mietspiegelkommission vertretenen Verbände der Mieter und Vermieter. In digitaler Form wird der Mietspiegel auf den Internetseiten des Amts für Wohnungswesen zur Verfügung stehen.