Frankfurt am Main – Mit dem Kombiticket zwei Ausstellungen an einem Tag ansehen – Neues Angebot des Archäologischen und Jüdischen Museums

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Titusbogen – Radierung – Kupferstich -Francois_Perrier um 1645 – Freigegeben – PIA FFM

Frankfurt am Main – (pia) Das Archäologische und das Jüdische Museum bieten ab sofort ein Kombiticket für zwei ihrer Ausstellungen an: Nach Vorlage der Eintrittskarte der ersten Sonderausstellung erhält man 50 Prozent Ermäßigung auf den Eintrittspreis der zweiten Ausstellung.

Das Angebot gilt für die Sonderausstellung „Gladiatoren. Tod und Triumph im COLOSSEVM“, die seit dem 27. September und noch bis 1. März 2015 im Archäologischen Museum zu sehen ist. Mythen und Klischees ranken sich seit antiker Zeit um das Leben der Gladiatoren. Die Sonderausstellung beleuchtet das facettenreiche Leben der Kämpfer mit einzigartigen Originalfunden aus bedeutenden italienischen Museen.

Mit dem COLOSSEVM wurde im Herzen Roms das größte Amphitheater aller Zeiten geschaffen, ein steinernes Symbol für die römische Architektur der Macht, finanziert mit der Beute aus dem römisch-jüdischen Krieg des Jahres 70 n. Chr. unter dem späteren Kaiser Titus. Weitere Informationen zur Ausstellung unter http://www.gladiatoren-frankfurt.de .

Im Angebot ebenfalls enthalten ist die Sonderausstellung des Jüdischen Museums „Im Licht der Menora – Jüdisches Leben in der römischen Provinz“. Archäologische Zeugnisse für jüdisches Leben in den römischen Provinzen nördlich der Alpen sind sehr selten. Neue Funde, die die lang gesuchte Verbindung zwischen archäologischen und geschichtlichen Zeugnissen herstellen, inspirierten zu dieser Ausstellung. Sie folgt dem „Licht der Menora“, dem spätantiken Leitsymbol des Judentums, und präsentiert erstmals die entsprechenden archäologischen Funde im Zusammenhang. Weitere Informationen zur Ausstellung, die vom 11. Dezember bis 10. Mai 2015 zu sehen ist, gibt es im Internet unter http://www.juedischesmuseum.de .

Am 14. Januar 2015, 18 Uhr, wird darüber hinaus Michael Lenarz vom Jüdischen Museum Frankfurt in der Vortragreihe zur Sonderausstellung des Archäologischen Museums, Karmelitergasse 1 und Münzgasse 9, einen Vortrag mit dem Titel „Amphitheatrum novum ex manubiis – Der Jüdische Krieg und der Bau des COLOSSEVMS“ halten. Das COLOSSEVM, die glanzvollste Arena der römischen Welt, war ein wegweisendes architektonisches Meisterwerk – und der Bau verschlang ein Vermögen. Über die Finanzierungsquelle „EX MANVBIIS“ des monumentalen Bauprojekts gibt eine rekonstruierte Bauinschrift Auskunft.

Die hier gemeinte Kriegsbeute stammte zweifelsfrei aus dem Jüdischen Krieg des Jahres 70 n. Chr.. Antike Chronisten berichten von den bei der Eroberung Jerusalems und der Zerstörung des Tempels in unvorstellbaren Mengen geraubten Schätzen. Die Reliefs des Titusbogens in Rom zeigen lediglich eine charakteristische Auswahl der in den Straßen von Rom präsentierten Beute, darunter die zum jüdischen Symbol gewordene Menora. Der Eintritt zu der Veranstaltung ist frei.